16.08.08 – 15. Tag

Tegernsee – Fischbachau

Um sieben Uhr hatte es endlich aufgehört zu regnen und so konnten wir nach dem Frühstück aufbrechen und dabei unsere Regenjacken in den Rucksäcken lassen. Die Strecke war sehr angenehm zu laufen und das Wetter war optimal.

Auf halben Weg haben wir in Schliersee eine Pause eingelegt. Nach einem guten Mittagessen ging es weiter Richtung Fischbachau. Beim Abstieg vom Auracher Köpfl haben wir uns dann irgendwie etwas verfranzt. Im Wanderführer stand schon, dass dieses Teilstück alles andere als gut markiert ist, aber so schlimm hätte ich es nicht erwartet. Dank GPS, Kompass und einer guten topografischen Karte gelangten wir aber wieder auf den richtigen Weg, wenn auch etwas umständlich durchs Unterholz, dichte Nadelwälder und über Stacheldrahtzaun.

Nachdem wir uns bis Fischbachau durchgeschlagen hatten mussten wir feststellen, dass es ziemlich schwierig sein kann eine Unterkunft für drei Personen zu finden. In Tegernsee war das ja nicht anders gewesen, aber die Tatsache, dass in Fischbachau gerade ein überregionales Truckertreffen stattfand, erleichterte die Sache auf keinen Fall. Im letzten Hotel im Ort wurden wir leider wieder enttäuscht, da auch hier die Trucker alles reserviert hatten, jedoch rief die Frau bei einem Gasthof im Nachbarort an und reservierte uns dort ein Zimmer. Marbach lag zum Glück direkt neben Fischbachau und der Gasthof befand sich dazu auch gleich am Ortseingang, so dass wir dann gegen 18:00 Uhr mit knurrendem Magen unser Nachtlager beziehen konnten. Dank der angeschlossenen Gaststätte war das mit dem Hunger aber bald vorbei.

Als ich dann am Abend telefonisch einen Platz auf der Mitteralm, dem morgigen Etappenziel reservieren wollte, wurde mir leider mitgeteilt, dass aufgrund des Ruhetages am darauf folgenden Tag, morgen keine Übernachtungsgäste aufgenommen werden. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten. Entweder etwas weiter unterhalb eine Pension nutzen, oder ich verlängere die morgige Etappe um 10 Kilometer und suche mir eine Unterkunft in Nußdorf; das wären 1 1/2 Etappen. Wie weit ich nun morgen laufen würde, machte ich von meiner Tagesform abhängig.

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