Hochstaufen einmal anders

Viele Wege führen auf den Hochstaufen. Von Bad Reichenhall betrachtet verläuft der Normalweg über die Bartlmahd über die linke Seite und der Steig über die Steinernen Jäger verläuft auf der rechten Seite. Ziemlich mittig und direkt verläuft der relativ unbekannte Weg über den Goldtropfsteig. Der Goldtropfsteig ist weder auf den handelsüblichen Karten verzeichnet, noch deuten irgendwelche Wegweiser oder Markierungen auf diesen Steig hin.
Von Bad Reichenhall geht es zunächst einmal Richtung Padinger Alm. Am Wanderparkplatz treffe ich auf zwei Österreicher die auch über den Goldtropfsteig zum Gipfel wollen. Sie kennen den Weg auch nicht und stützen sich wie ich auf eine Wegbeschreibung und die eigene Erfahrung. Wir schließen uns also zusammen, nach dem Motto: Wenn wir uns schon verlaufen, dann wenigstens zu dritt.
Zunächst folgte man der breiten Forststraße und der Beschilderung Richtung Steinerne Jäger. An der kleinen Kreuzung, links zweigt der Weg über die Bartlmahd ab, folgen wir weiter dem Weg Richtung Steinerne Jäger. Nach kurzer Zeit zweigt ein schmaler Weg nach links ab. Man erkennt in einiger Entfernung einen Wegweiser nach links zur Bartlmahd. Kurz vor diesem Wegweiser führt ein ausgetretener Pfad in den Wald. Hier beginnt der Goldtropfsteig.

Zunächst geht es einen schmalen Pfad durch den Wald, auf ein steiles Geröllfeld. Danach geht es wieder in den Wald über Stock und Stein. Der Steig ist gut mit grünen und roten Pfeilen und Strichen markiert, so dass man sich nicht verlaufen kann. Sieht man mal keine Markierungen, so lässt sich leicht erahnen wo der Weg entlang geht. Die Bäume werden lichter und der schmale Pfad schlängelt sich weiter den Berg hinauf.

Immer wieder hat man herrliche Blicke auf den Bad Reichenhaller Talkessel. Nach einiger Zeit kommt man an der Goldtropfwand vorbei, wo viele Tafeln an die Gestorbenen erinnern und ein Wandbuch zur Verewigung deponiert ist. Von nun an wird der Weg etwas ausgesetzter und man darf ruhig mal die Hände zu Hilfe nehmen. Es geht steil bergauf und nach einiger Zeit eine Kletterpassage (Rinne, 7m, I) nach oben.


Nach den letzten kurzen Kletterstellen stößt man wieder auf den Normalweg und ist in wenigen Minuten, bei dem schon sichtbaren Reichenhaller Haus angekommen.

Nach einem guten Weißbier und einem kurzen Stopp am Gipfel geht es über den Normalweg der Bartlmahd wieder nach unten.
Eine tolle Tour auf einem sehr schönen Steig der bis auf ein paar Kletterpassagen im I. Grad keine großen Schwierigkeiten bietet. Auf diesem Weg sieht man den Hochstaufen und seine Umgebung mal von einer ganz anderen Seite.

2 Gedanken zu „Hochstaufen einmal anders“

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