Trailrun auf den Großen Rauhenkopf

Kurz hinter dem Aschauerweiherbad in Bischofswiesen, auf einem kleinen Parkplatz, startet die heutige Tour auf den 1604m hohen Großen Rauhenkopf am Untersberg (auch Großer Rauher Kopf). Zwei Bücher haben mich zur heutigen Tour inspiriert. Das Buch von Joachim Burghardt aus dem ich den Tourenvorschlag habe und das Buch von Bern Ritschel aus dem ich ein paar Tipps fürs Fotografieren anwenden möchte.
Zuerst geht es schön moderat ein kleines Stück entlang des Märchenpfades am Aschauerweiher bevor man nach links abzweigt und noch einmal ein schönes flaches Stück mit herrlicher Aussicht genießen kann.

Kurze Zeit später geht es auch schon gleich schön steil bergauf. Der schmale, geschotterte Weg zieht sich mal flacher, mal steiler, durch den Wald, stetig nach oben.

Nach diesem steilen Anfangsstück geht es anschließend mit moderater Steigung auf einer breiten Forststraße weiter. Sicherlich nicht der schönste Streckenabschnitt dieses Trailruns, aber man muss ja irgendwie weiter nach oben kommen.
Auf der rechten Seite erscheint irgendwann eine Bank mit dem Blauen Kastl. Ich wusste nicht mehr genau was es mit diesem Blauen Kastl (ein Bildstock) auf sich hat und bin erst mal weiter entlang der Forststraße gelaufen. Am Ende der Forststraße angekommen stellte ich dann endlich fest, dass es hier in der Sackgasse nicht mehr weiter geht. Also Kommando zurück bis zum Blauen Kastl und diesmal etwas genauer auf den Weg achten.
Hier verlässt man jetzt die Forststraße und befindet sich auf einem schmalen Pfad, der durch den Wald immer stetig nach oben führt. Der Orkan Kyrill hat im Januar 2007 hier deutliche Spuren hinterlassen.

Je näher man dem Gipfel kommt, desto anspruchsvoller und ausgesetzter wird der Weg. Aus den Wurzeln die den Boden überziehen werden umgestürzte Bäume und aus dem Waldboden wird ein steiniger Pfad. Im oberen Bereich dürfen auch gerne die Hände zur Hilfe genommen werden.

Ein richtig genialer Trail der alles bietet.
Am Gipfel angekommen bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Bergwelt. Es würde den Rahmen sprengen wenn ich alle Gipfel versuchen würde aufzuzählen.

Nach einer kurzen Pause geht es wieder an den Abstieg. Von hier würde sich durchaus auch der Weiterweg zum Berchtesgadener Hochthron über den Bannkopf anbieten, da ich aber nicht mehr viel Wasser habe und das Stöhrhaus noch geschlossen ist, geht es auf dem Aufstiegsweg wieder nach unten.
Beim Abstieg zeigt sich der Trail noch mal von seiner besten Seite; einfach wunderbar. Auf dem letzten steilen Stück bergab schaffe ich es auf 52 Höhenmeter pro Minute. Diese Geschwindigkeit verlangt einiges an Kraft und Koordination, macht aber tierisch Spaß.
Nach einer Gesamtzeit von 3:04 Stunden (Aufstieg 1:55 Stunden) komme ich wieder am Parkplatz an. Ein herrlicher Trailrun, auf einer ruhigen Strecke, bei traumhaftem Wetter, geht zu Ende.

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