Trailrun auf das Ristfeuchthorn

Wieder einmal inspiriert durch den Gripmaster ging es heute auf das Ristfeuchthorn in den Chiemgauer Alpen. Stephan war am Dienstag mit Philipp „Zauberlehrling“ Reiter hier unterwegs und nachdem ich mir den GPS-Track angeschaut hatte war mir klar: Da muss ich auch mal hoch.
Das Wetter ist heute wesentlich angenehmer als am Dienstag. Zwar geht der stark bewölkte Himmel zu Lasten der Aussicht, aber dafür lässt es sich bei diesen milden Temperaturen besser laufen.
Los geht es in Schneizlreuth von wo aus zunächst ein breiter Forstweg 300m bis zum eigentlichen Beginn des Pfades führt. Dieser führt sofort sehr steil in den Wald.

So wird es auch die nächsten 1058 Hm weiter gehen. Der Trail gönnt mir keine Verschnaufpause. Er führt steil und steiler nach oben. Gleich zu Beginn merkt man, dass der Gipfel des Ristfeuchthorns nicht so stark frequentiert ist. Das Gras wächst weit auf den schmalen Weg und vereinzelt ragen Sträucher hinein.

Das führt leider dazu, dass ich immer wieder anhalte um mir die lästigen Zecken vom Bein zu streichen, die es wohl mal wieder ganz besonders auf mich abgesehen haben. Der Vorteil an der Sache sind die kurzen Pausen, die mir bei diesem Aufstieg sehr gelegen kommen.
Im oberen Bereich wird der Weg breiter und lässt sich meiner Meinung nach etwas besser laufen als auf dem schmalen unteren Stück.

Der Gipfel rückt langsam an greifbare Nähe. Ich sehe ihn zwar nicht, aber mein Höhenmesser verrät mir, dass es nicht mehr weit sein kann. So mobilisiere ich noch einmal die letzten Kräfte und erreiche nach 1 Stunde 18 Minuten den Gipfel.
Im Gipfelbuch dann die Gewissheit:

I follow the Zauberlehrling and the Gripmaster.
Der Abstieg erfolgt nun auf der anderen Seite des Ristfeuchthorns, Richtung Weißbach an der Alpenstraße. Der Gripmaster nannte die Strecke „Videospieldownhill“ und ich wollte natürlich wissen, was er damit meint.
Zunächst geht es, wie im ersten Teil des Aufstiegs, auf einem schmalen Pfad durchs Gras.

Diese Art Downhill gefällt mir nicht so gut. Der schmale Trail nimmt etwas Geschwindigkeit, da man sehr eng laufen muss und wenig ausgleichen kann. Nach diesem Stück wird es dann schon wesentlich interessanter. Der Weg verläuft mal steil abfallend, mal flach dahingleitend durch den Wald. Immer wieder ragen Blumen, Sträucher und alles mögliche Grünzeug auf den Weg und verleihen im so etwas „ursprüngliches“.

Wie jeder Downhill ist auch dieser viel zu schnell zu Ende und das letzte Stück verläuft auf einer geschotterten Forststraße hinunter nach Weißbach.
Der letzte Abschnitt des heutigen Trailruns verläuft nun durch die Weißbachschlucht. Hier gibt es keine großen Steigungen oder Gefälle mehr. Es geht moderat über Holzbrücken, Steinbrücken, Platten und Pfade durch die Schlucht bis kurz vor Schneizlreuth.

Die Schlucht ist zurzeit bis auf weiteres gesperrt. Der Grund hierfür sind mehrere fehlende Planken bei zwei Brücken und eine Brücke die komplett fehlt. Für mich war der Weg leider die einzige Alternative um am schnellsten wieder zum Auto zu kommen. Auf der B305 zu laufen wäre zu gefährlich und über Melleck oder Bad Reichenhall etwas zu weit für heute. Also bleibt nur die Schlucht. Die kritischen Stellen sind durchaus begehbar, aber man sollte bedenken, dass ein falscher Tritt auf dem feuchten Holz verheerende Folgen haben kann.
Nach insgesamt knapp drei Stunden komme ich wieder auf dem Parkplatz in Schneizlreuth an.
Ein schöner Trailrun mit einem sehr anspruchsvollen und fordernden Anstieg. Der anschließende Downhill wird mit jedem Meter besser. Da die Weißbachschlucht gesperrt ist, sollte man sich vorher überlegen wie man seine Route am besten plant. Alternativ kann man beim Abstieg auch über Melleck gehen oder man wählt für den Abstieg den Aufstiegsweg, der aber bergab sicherlich nicht so schön ist.

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