Trailrun auf den Mooslahnerkopf

Der Mooslahnerkopf (1815m) ist ein eher unbekannter Gipfel in den Berchtesgadener Alpen. Viel bekannter sind seine Nachbarn; Familie Watzmann.
Am Beginn des lang gezogenen Ostgrates des kleinen Watzmann liegt der Mooslahnerkopf, von dessen Gipfel man eine fantastische Aussicht und atemberaubende Tiefblicke auf den Königssee hat.
Zunächst geht es aber erst einmal weniger atemberaubend vom Parkplatz Hammerstiel in Schönau am Königssee Richtung Schapbach-Alm.

Nach dem langweiligen Forstweg und der noch langweiligeren Forststraße geht es kurz nach der Alm endlich etwas steiler, steiniger und trailiger weiter.

Der Weg führt wieder auf die Forststraße, die man aber nach wenigen Metern wieder auf einem steinigen Weg nach oben verlassen werden kann. So macht das Laufen Spaß. Weg von den breiten Wegen…rauf auf die schmalen Trails.
Nach 55 Minuten komme ich an der Kühroint-Alm an von wo es zunächst auf dem schmalen Fußweg Richtung Aussichtspunkt Archenkanzel weiter geht.

Nachdem dieser Pfad eine Forststraße quert, geht es auf dieser einige Meter weiter, bevor ich nach einer langen Rechtskurve auf den schmalen Trail nach links in den Wald einbiege.

Jetzt beginnt der Aufstieg zum Mooslahnerkopf. Der Weg ist nicht markiert, aber sehr gut ausgetreten und leicht zu finden. 400 Höhenmeter sind es noch bis zum Gipfel und die haben es in sich. Steil geht es nach oben und die Oberschenkel bedanken sich, wenn die Schritte mal nicht so groß sind. Die großen Steine sind noch feucht und extrem glatt. So nehme ich lieber etwas Tempo raus, was gar nicht so unangenehm ist.

Im oberen Bereich kommt man aus dem Wald heraus und hat die ersten freien Blicke auf die umliegenden Berge; ein kleiner Vorgeschmack auf das was mich auf dem Gipfel erwartet.

Nach 1 Stunde und 40 Minuten komme ich am Gipfel an und genieße bei traumhaftem Wetter die herrliche Aussicht und die grandiosen Tiefblicke auf den Königssee.


Das Gipfelbuch verrät, dass hier wohl relativ wenig los ist. Ein unbekannter Berg, nicht sonderlich hoch, aber mit super Panorama und schönem Zustieg. Ein kleiner Geheimtipp.
Nach einer kurzen Pause geht es wieder nach unten. Der Downhill zur Kühroint-Alm wird durch die glatten Felsen teilweise etwas anspruchsvoll und langsam, aber ein Genuss ist es allemal.

Von der Kühroint-Alm geht es anschließend weiter Richtung Grünsteinhütte. So langsam füllen sich die Wanderwege mit Wanderern, was aber dem tollen Trail zwischen Kühroint und Grünstein nicht schadet. Je schneller man läuft, desto eher machen einem die Leute Platz.

Den letzten Anstieg zum Grünsteingipfel spare ich mir heute, dann ich freue mich schon die ganze Zeit auf den Downhill und so geht es vor der Grünsteinhütte gleich nach links runter, Richtung Parkplatz Hammerstiel.
Als ich vor knapp vier Monaten auf dem Schapbachriedel war hat mich dieser Downhill schon fasziniert und da lass ich mir das heute natürlich nicht entgehen. Nach dem ersten Stück Forststraße geht es dann auch gleich zur Sache mit einem fantastischen Trail, der diese Tour rasant ausklingen lässt.
Wieder einmal hat sich die Tour auf einen weniger bekannten Gipfel gelohnt. Man hat weitestgehend seine Ruhe, geniest herrliche Ausblicke und ist zum größten Teil auf ursprünglichen Trails unterwegs, fernab von Wanderautobahnen.
Mal schauen wo es mich die nächsten Wochen noch hinzieht.

3 Gedanken zu „Trailrun auf den Mooslahnerkopf“

  1. Ich kenn den Weg und weiß genau, wie steil und rutschig er morgens ist. Äh Nachmittags ist er auch steil, aber nicht mehr so rutschig 🙂 . Im Laufschritt da rauf und vor allem runter, puh, kann ich mir nicht vorstellen.
    Dabei hatte ich fast schon gedacht, dich heute im Ofental getroffen zu haben. Da kam ein Runner aus Richtung Holchkalter.
    Viele Grüße
    Fredrika Gers

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