Zeiten ändern sich

(Der Tischtennisball wird zum Fußball und passt somit wieder ins Stadion)

Früher war ich kein großer Läufer. Es machte mir einfach keinen Spaß. Als Kind war ich aktiv als Leichtathlet im Sportverein, aber alles was länger als 400m war, war mir zuviel. Dann kam die wilde Zeit und der Sport rückte in den Hintergrund.
Irgendwann rückte ich dann wieder näher zu den Bergen und der Sport rückte wieder in den Vordergrund. Sogar das Laufen machte mir auf einmal Spaß.
Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, ich laufe mehrmals die Woche und kaufe mir sogar Laufklamotten, dann hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt.

Zeiten ändern sich

Der Spaß steht bei meinen Läufen, sei es in der Ebene oder bevorzugt im bergigen Gelände, immer im Vordergrund. Zeiten interessieren mich nur für spätere Planungen und fast immer bin ich alleine unterwegs.
So wurden aus kurzen Läufen in der Ebene, zu denen ich mich zwingen musste, lange Läufe in den Bergen, wo von Zwang gar keine Rede sein kann.

Zeiten ändern sich

Seit einiger Zeit kreisen nun wieder die Gedanken und das Gefühl kommt auf, dass sich etwas ändern wird.
Die Entscheidung stand zu 60% fest; eine Tendenz war also erkennbar. Dennoch habe ich mir etwas Zeit genommen, um mir alles noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.
Dann heute; ein paar Klicks im Internet und kurz darauf hatte ich folgende Email im Postfach:
„Lieber Steve,
wir bestätigen hiermit Deine Teilnahme zum SALOMON ZUGSPITZ SUPERTRAIL vom 22. – 24. Juni 2012. Du bist als Teilnehmer für den Lauf gemeldet und wir freuen uns schon, Dich in der Registrierung in Grainau begrüßen zu dürfen!“

Zeiten ändern sich

Vor einem halben Jahr habe ich die Teilnahme an Wettkämpfen noch ausgeschlossen und jetzt ist es soweit. Am 23. Juni warten 69,8 Kilometer und 3383 Höhenmeter auf mich.
Meine Ziele:
1. Spaß haben
2. Viele nette, verrückte, sportliche, außergewöhnliche Leute kennen lernen
3. Im vorgegeben Zeitfenster (17 Stunden) ins Ziel kommen

Ich werde keinen Trainingsplan aufstellen oder mich im Vorfeld auf irgendeine andere Art und Weise „knechten“. Ich mache so weiter wie bisher und mache das, was mir Spaß macht. Auch während dem Lauf stehen Spaß und Genuss im Vordergrund; sofern man von genießen sprechen kann. Es wird sicherlich nicht einfach, aber ich will mal schauen was so möglich ist.
Warum ein Wettkampf, das geht doch auch so?
Natürlich geht das auch außerhalb von Wettkämpfen, aber so greife ich auf eine optimale Organisation zurück und bekomme etwas von der Atmosphäre mit. Mich faszinieren immer die Videos von diesen Wettkämpfen und jetzt will ich es einfach mal erleben.
Einfach so, nur zum Spaß.
Und wie es dann weitergeht?…

…Zeiten ändern sich

12 Gedanken zu „Zeiten ändern sich“

  1. Sehr gute Einstellung.
    Spaß, Freude am Leben haben und bei dem was man macht ist das Wichtigste.
    Kämpfen heißt verlieren, habe ich einmal gehört. Deshalb kämpfe ich nicht mehr.
    Leben ist manchmal nicht einfach, aber Leben selbst ist leicht.
    Viel Spaß und Freude , bei allem was Du machst.

    Papa

    1. Danke.
      Kämpfen heißt nicht unbedingt verlieren. Wettkampf ist vielleicht auch das falsche Wort für diesen Lauf, zumindest aus meiner Sicht: Professionell organisierter Trailrun trifft es wohl besser.
      Bertolt Brecht hat einmal gesagt: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

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