Rab Stretch Neo Jacket

Oft steht man vor einer Tour vor der Frage: „Was packe ich alles ein? Wie schütze ich mich am besten gegen schlechtes Wetter?…“
Gerade wenn es um die richtige Jacke geht, fällt die Entscheidung oft schwer. Genügt eine Softshell oder muss doch die wasserdichte Hardshell mit?
Zwar bietet die Softshell optimale Bewegungsfreiheit und sehr gute Atmungsaktivität, aber spätestens wenn man in einen Regenschauer kommt wird man feststellen, dass eine Hardshell vielleicht doch besser gewesen wäre.
Rab versucht mit der Stretch Neo Jacket die Entscheidung, im Bezug auf die richtige Wahl der Jacke, etwas einfacher zu machen. Möglich wird dies durch den Einsatz eines neuen Materials aus dem Hause Polartec: Polartec NeoShell.

Polartec, bisher überwiegend bekannt für Fleece-Produkte, kombiniert mit NeoShell die Vorzüge im Bereich Tragekomfort und Atmungsaktivität einer Softshell, mit den wasserdichten Vorzügen einer Hardshell.
Rab hat bei der Stretch Neo Jacket (Testmodell Farbe: Spring) dieses Material verwendet und heraus gekommen ist eine strapazierfähige, atmungsaktive, wasserdichte Jacke.
Was bei der Jacke sofort auffällt ist die hochwertige Verarbeitung und die Elastizität des Stoffes. Wenn man es nicht genau wüsste, würde man nicht denken, dass es sich hierbei wirklich um eine wasserdichte Jacke handelt. Erst bei genauerem Hinsehen sieht man die Indizien die dafür sprechen.
Der YKK Aquaguard Frontreißverschluss mit innenliegender Sturmleiste und die von innen getapten Nähte machen deutlich, dass es sich hierbei wirklich um eine wasserdichte Jacke zu handeln scheint. Natürlich verfügen auch die beiden Außentaschen über entsprechend wasserdichte Reißverschlüsse aus dem Hause YKK. Zudem sind die beiden Außentaschen „riesig“. Sie bieten Platz für alle möglichen Utensilien die man schnell zur Hand haben möchte: Handschuhe, Mütze, Buff, Handy, Geldbeutel, Kamera, Skibrille; alles kein Problem für die geräumigen Taschen. Wem das nicht genug ist, der findet im Inneren der Jacke noch zwei Sicherheitstaschen. Wenn man nun noch eine Hose mit etwas Platz in den Taschen hat, denn lässt sich in Kombination mit der Jacke, der ein oder andere Ausrüstungsgegenstand verstauen. Sicherlich gibt es Minimalisten, die somit ganz auf einen Rucksack verzichten können.
Durch den beidseitigen Kordelzug am Saum kann man die Jacke schön fixieren und sich so bei widrigem Wetter optimal schützen. Velcro-Klettverschlüsse an den Bündchen sorgen ebenfalls für besten Schutz.
Auch der sehr hohe Kragen sorgt für optimalen Wetterschutz und lässt sich durch das an der Innenseite angebrachte Fleece, auch im komplett geschlossenen Zustand, sehr angenehm tragen.
Die Kapuze ist absolut helmtauglich und lässt sich mittels eines beidseitigen Kordelzuges und zusätzlicher Regulierung auf der Rückseite optimal an den Kopf (egal ob mit oder ohne Helm) anpassen. Zusätzlich verfügt sie über einen flexiblen Drahtbügel im Schirm und lässt sich somit noch individueller während der Tour anpassen. Wenn man die Kapuze nicht benötigt, dann kann man sie einfach zusammenrollen und mit einem Klettverschluss fixieren. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Kapuze bei Regen wieder ausrollen, ohne dass man dafür die Jacke ausziehen muss. Persönlich finde ich die zusammengerollte Kapuze im Bezug auf den Tragekomfort etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht besonders störend; wobei ich aber auch schon „bessere“ Lösungen gesehen habe.

Zwangsläufig kommt man in Versuchung Polartec NeoShell mit Gore-Tex Active Shell zu vergleichen. Beide Materialien sind neu auf dem Markt und versprechen höchste Atmungsaktivität bei absoluter Wasserdichtigkeit. Jedoch sind beide Materialien auch für verschiedene Anwendungsbereiche gedacht bzw. haben ihre Stärken eben in diesen.
Wasserdicht sind beide Materialien und Gedanken über nasse Klamotten (zumindest nass vom Regen) muss man sich nicht machen. In Sachen Atmungsaktivität sehe ich Active Shell vor NeoShell, wobei sich diesbezüglich nur sehr schwer vergleichbare Werte ermitteln lassen. Gerade im Bereich Trailrunning würde ich der Active Shell aufgrund der besseren Atmungsaktivität und des geringeren Gewichts den Vorzug geben.
Bedenkt man aber, dass Active Shell zum schnellen Einsatz mit wenig Gepäck gedacht ist, dann liegt im Bereich der Robustheit und Belastbarkeit des Materials ganz klar NeoShell vorne. Hier hat man ein wesentlich stabileres und strapazierfähigeres Material, das sowohl rucksacktauglich ist, als auch bei Felskontakt nicht so leicht beschädigt wird. Daraus resultiert natürlich auch ein größeres Packmaß.
Einen etwas heftigeren Sturz beim Skifahren auf der Piste hat die Jacke ohne „Kratzer“ überstanden. Der gleiche Sturz mit Active Shell wäre sicher nicht so glimpflich (für das Material) ausgegangen.
Somit punktet NeoShell bei der Abriebfestigkeit und bietet zudem noch sehr gute Atmungsaktivität.

Die Rab Stretch Neo Jacket ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein optimaler Begleiter auf allen Touren. Dank Polartec NeoShell hat man eine äußerst atmungsaktive und strapazierfähige Jacke die zudem noch wasserdicht ist. Was Packmaß und Gewicht angeht ist NeoShell sicherlich nicht der Spitzenreiter punktet aber durch Atmungsaktivität und Tragekomfort.
Gewicht: 478g (Größe 50)
Die Jacke gibt es auch als Damenmodell. Zusätzlich gibt es auch die passende Hose mit NeoShell.

Mehr Informationen unter http://rab.uk.com/

In Kooperation mit via-ferrata.de – dem Portal für Klettersteige und Skitouren

6 Gedanken zu „Rab Stretch Neo Jacket“

  1. Im Augenblick benötige ich solch „spezielles Equipment“ noch nicht für meine Sport. In deiner Ecke und bei deinen Touren ist das schon eher erforderlich.
    Aber schick ist das Teil schon! 😉

  2. Für’s Laufen sicherlich nicht so der Hit. Ich sehe das Teil vor allem für Bergtouren, auch beim Mountainbiken könnte sie ne gute Figur abgeben. Schick ist sie ja! Der Preis ist nicht günstig, aber angesichts der Ausstattung auch kein extremer Ausschlag nach oben. Wer billigt kauft, kauft zweimal!

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