Rab MeCo 120 Tee

*Rab wurde über die Sache mit dem Pilling und der Ablösung des Logos informiert. Die Antwort wird nach einem Besuch auf der ISPO am 29.01. nachgereicht.

– Update (ISPO 29.01.2012): Bei dem mir zur Verfügung gestellten Shirt handelt es sich wohl um ein Vorserienmuster. Es wird nun gegen ein neues Ausgetauscht bei dem das Problem mit dem Logo nicht mehr vorkommen soll und das Pilling auch wesentlich geringer sein soll.

– Update (Development Team, England 20.02.2012): Bei dem Shirt handelte es sich um ein Vorserienmuster. In der Zwischenzeit wurde das Verfahren für die Aufbringung des Logos deutlich verbessert und das Pilling konnte auch erheblich reduziert werden. Ein neues Shirt aus der aktuellen Produktion ist auf dem Weg.


Der Vorteil von Merinowolle ist, dass sie über einen sehr langen Zeitraum geruchsneutral bleibt. Das bedeutet, man kann ein Merino-Shirt gut und gerne zwei Wochen auf einer Tour anziehen, ohne das man Gefahr läuft, auf der Berghütte alleine am Tisch zu sitzen.
Der Vorteil von Kunstfaser ist, dass sie sehr schnell trocknet. Allerdings kann der Geruch, eines drei Tage nicht gewaschenen Kunstfaser-Shirts, sämtliche Wildtiere im Umkreis von mehreren Kilometern vertreiben.
Mit dem Meco 120 Tee vereinigt Rab die Eigenschaften beider Materialien.
Der Baselayer, der sowohl als Unterwäsche als auch als T-Shirt getragen werden kann, besteht aus 65% Merino (umweltfreundlich produziert) und 35% Cocona.
Merinowolle hat neben dem natürlichen Geruchsschutz auch den Vorteil im feuchten Zustand zu wärmen und trägt sich auf der Haut wesentlich angenehmer als Kunstfaserprodukte (persönliche Meinung).
Cocona bietet neben der schnelleren Trocknungszeit noch weitere Vorteile. In Cocona sind Aktivkohleteilchen (gewonnen aus Kokosschalenabfällen) eingearbeitet, die geruchshemmend wirken. Somit hat man den Vorteil des schnell trocknenden Stoffes ohne dabei einen großen Nachteil durch Geruchsbildung zu haben.

Im Praxistest schlägt sich das MeCo 120 Tee sehr gut. Der Stoff ist dünn, elastisch und passt sich optimal an. Das Tragegefühl auf der Haut ist sehr angenehm. Auch im feuchten Zustand wärmt das Shirt noch und bringt somit die Vorteile von Merinowolle zum Einsatz. Die Trocknungszeit ist verglichen mit „reinen“ Merino-Shirts um einiges kürzer. Cocona hält also was es verspricht und in puncto Geruchsbildung zeigen die Aktivkohleteilchen (im Polyesteranteil), in Verbindung mit der Merino-Wolle, ihre Wirkung. Auch nach mehrmaliger, starker körperlicher Belastung und erheblicher Schweißproduktion bewahrt das Shirt seinen „neutralen“ Geruch.
Nach einigen Waschgängen kam es allerdings in einigen Bereichen zu „Pilling“*. Hierbei bilden sich Fussel und Knötchen, in diesem Fall, auf der Außenseite, die aber zu keinerlei Funktionseinschränkungen führen. Reduzieren lässt sich dieser Effekt indem man die Kleidung auf links wäscht und spezielles Waschmittel verwendet. Ich bin diesbezüglich mit dem Rab MeCo 120 Tee genauso wie mit anderen Merino-Shirts umgegangen und musste leider feststellen, dass sich der Effekt früher als bei anderen Modellen einstellte, was aber auch auf den Polyesteranteil zurückzuführen ist, den es bei reinen Merino-Shirts nicht gibt. Auch überstand das Logo auf der Brust leider nicht den letzten Waschgang. Löcher, offenen Nähte oder sonstige Materialeinschränkungen ließen sich aber nicht feststellen.
Trotz des negativen Punktes ist das Meco 120 ein leichtes und „leistungsstarkes“ Shirt. Die Kombination aus Merino und Kunstfaser ist eine sehr feine Sache.
Gewicht: 116g (Größe M)

Mehr Informationen unter http://rab.uk.com/

In Kooperation mit via-ferrata.de – dem Portal für Klettersteige und Skitouren

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