Skitour auf den Jenner

Die erste Skitour in diesem Jahr führt mich auf den Jenner.
-10 Grad zeigt das Thermometer im Auto an, als ich um kurz nach halb acht einsteige. Zum Glück steigt es gleich nach dem losfahren und pendelt sich schnell bei -9,5 Grad ein. Im weiteren Verlauf der Fahrt fällt es wieder bis auf -13 Grad. Als ich um kurz nach acht, am Parkplatz am Königssee, ankomme einigen wir uns auf -11 Grad.
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Die Hexe schläft noch, als ich nach den ersten Metern im Aufstieg auf der Piste, nach rechts auf die Spur in den Wald einbiege. Die Spur führt zuerst durch den Wald, bevor sie im weiteren Verlauf auf den Hochbahnweg trifft und sich dann auf dem bekannten Wanderweg hinauf zur Königsbachalm zieht.
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Diese Spur ist eigentlich immer gut eingegangen, da die Tour auf den Jenner bzw. zum Carl-von-Stahl-Haus sehr beliebt ist und auch viele Skitourengeher auf dem Weg zur Kleinen Reibn, dieses Aufstiegsvariante wählen.
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Ein paar Wolken hängen noch am Himmel, aber die ersten Lücken sind schon deutlich zu erkennen. Die Lawinenwarnstufe ist im Vergleich zu gestern gefallen und liegt für heute bei 2, kann aber im Laufe des Tages auf 3 ansteigen. Somit ist wohl im weiteren Verlauf des Tages mit stärkerer Sonneneinstrahlung zu rechnen…schaun mer mal.
Vorbei an der Königsbachalm geht es den normalen Wanderweg weiter Richtung Jenner. Im Sommer ist diese Strecke ganz schön öde, da man nur auf einer breiten Forststraße läuft, aber im Winter sieht die Sache gleich ganz anders aus. Immer wieder zweigen Spuren nach rechts ab, Richtung Priesbergalm oder Richtung Königstalalm. Dort warten sicher auch noch ein paar tolle Skitouren und der ein oder andere unverspurte Hang.
Dann endlich lichten sich die Wolken, der blaue Himmel kämpft sich durch und man erkennt schon die Bergstation der Jennerbahn.
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So nah und doch wird es noch eine Weile dauern bis ich oben ankomme. Mit Skiern bin ich eben nicht so schnell wie mit meinen Trailrunning-Schuhen; zumindest bergauf.
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Die -11 Grad von heute morgen sind zum Glück auch nicht mehr aktuell. Es ist deutlich wärmer geworden, die Sonne scheint, der Schnee reflektiert und der steile Aufstieg sorgt zusätzlich für Wärme.
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Die Spur spuckt mich wieder auf die Piste, nur wenige Meter unterhalb der Bergstation. Schnell die Piste queren und am Rand weiter nach oben steigen. Oben angekommen bin ich zwar mittendrin im Skitrubel, aber dafür entschädigt die Aussicht umso mehr.
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Während über dem Steinernen Meer noch Wolken den blauen Himmel bedecken, schaut es hinter dem Schneibstein schon ganz anders aus.
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Nach einer Pause und einem leckeren Kaiserschmarrn schaue ich mir noch die Zielankunft der ersten Teilnehmer des Jennerstier an.
Bei diesem Skitourenrennen überwinden die Teilnehmer 600 Höhenmeter auf einer Strecke von ungefähr 2,6 Kilometern. Sie starten an der Mittelstation der Jennerbahn und steigen über den kleinen Spinnergraben Richtung Bergstation auf. Kurz unterhalb der Bergstation schnallen sie ihre Skier ab und überwinden die letzten Höhenmeter zu Fuß, mit den Skiern auf dem Rücken. Das Ziel liegt auf der Terrasse der Bergstation am Jenner.
Mit seinen 19 Jahren hat der Lokalmatador Anton Palzer mal wieder die gesamte Konkurrenz in den Schatten gestellt als er das Ziel nach ungefähr 24 Minuten erreicht.
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Ich habe eine relative gute Sicht auf die letzten Meter vor der Tragepassage und es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit diese Jungs und Mädels auf den Skiern unterwegs sind und mit welcher Geschwindigkeit sie die Spitzkehren nehmen.
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Ich mache mich im Anschluss wieder auf den Weg nach unten. Über die Skipiste geht es auf der Talabfahrt, die knappen 1200 Höhenmeter, wieder zurück zum Parkplatz.
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Eine tolle Skitour bei genialen Bedingungen. Als nächstes wird es dann mal Zeit auch die Abfahrt abseits der Pisten anzugehen.
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6 Gedanken zu „Skitour auf den Jenner“

  1. Das wäre wohl genau das richtige für mich – derzeit. Mit Skiern aufsteigen und die Piste abfahren. Blöd nur, dass die Beckumer Berge das nicht hergeben… Naja, muss ja nicht jetzt sein, noch ein Busserl Skifahren auf der Piste ist auch ok – vorerst.

    Viele Grüße, Bernd

    1. Busserl und Skifahren ist immer gut. 😉
      Für mich bietet sich das im Moment auch an. Höhenmeter sammeln und dann gemütlich runter fahren. Demnächst wird es sicher noch mehr in den Tiefschnee gehen, aber eins nach dem anderen. Im Fokus steht in diesem Winter die Piste, um die Technik, auch wenn sie bei mir nur schwer zu erkennen ist, zu verbessern.
      Spätestens nächsten Winter verschiebt sich dann der Schwerpunkt von der Piste weg und rein ins freie Gelände, bzw. werden die reinen Pistentage immer seltener.

      Viele Grüße

      Steve

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