Water-Kastencircling und Killertrail

Heute geht es nicht über den Kasten, sondern einmal Drumherum…Kasterncircling!
Stratos und Spiderman (Spitzname powered by Gripmaster), folgen dem Goblin auf den Trails am Thumsee.
Beide Jungs sind Trailrunner, kommen hier aus der Gegend, kennen Teile der Strecke, aber keiner von ihnen kennt den Killertrail! Also liegt es nahe, vor der Runde um den Kasten, die natürlich über den Snaketrail führt, noch den Killertrail einzubauen. Dieses Highlight kann man sich nicht entgehen lassen.
Wir starten gemütlich am Thumsee und laufen zunächst Richtung Antoniberg und dann auf der anderen Straßenseite wieder Retour, bis zum Einstieg des Killers.
Dieser lässt sich so ganz ohne die unzähligen Spuren des Gripmasters im Schnee, gar nicht so leicht finden. Letzte Woche war hier noch alles weiß und jetzt ist nichts mehr da; zumindest fast nichts mehr. Mit dem Schnee ist auch die Spur geschmolzen und so laufe ich erst mal am Einstieg vorbei, bis wir irgendwann wieder umdrehen und dann gemeinsam den schmalen Trail entdecken, der vom Normalweg abzweigt.
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Bis hierher war alles nur Geplänkel…jetzt geht es los. Der Killer wartet.
Die Jungs bekommen schnell raus, warum man hier vom Killertrail spricht, der sich mit tausend kleinen Nadeln in die Ober- und Unterschenkel bohrt.
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Den Regen, der von Anfang an auf uns niedergeprasselt ist, merken wir nicht mehr, denn der Fokus liegt auf diesem schmalen, steilen Stück Weg, das sich, wie auch immer, durch diese Felswand nach oben zieht.
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Auch der schönste und steilste Trail ist irgendwann zu Ende und so kommen wir, ziemlich geflasht von dieser genialen Action auf dem Plateau an, nachdem wir, mit dem Hillary Step, die letzte Hürde überwunden haben.
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Jetzt geht es über das Videospiel wieder nach unten und nach so einem Aufstieg, kommt dieser locker dahinplätschernde Abstieg wie gerufen.
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Als uns der Trail wieder auf den Normalweg spuckt sind Spiderman und Stratos um eine geniale Trailaction-Erfahrung reicher. Killer-approved…und es war sicher nicht das letzte Mal.
Weiter geht es Richtung Snaketrail und auch hier erwartet uns wieder ein ziemlich genialer Steig, im Vergleich zur letzten Woche schneefrei, und viel Wasser von allen Seiten.
Es hat natürlich nicht aufgehört zu regnen, eigentlich müsste es schneien, und deshalb ist der Weg ziemlich nass. Pfützen stehen auf dem Pfad, Wasser läuft von den Wänden herunter und unsere Schuhe sind schon lange nicht mehr nur von außen nass. Aber was soll’s, „Bei gutem Wetter kanns jeder!“, und schließlich sind wir nicht aus Zucker.
Obwohl es hier so nass ist und der Trail mit Steinen durchsetzt und sehr grasig ist, lässt er sich erstaunlich gut laufen und wir bahnen uns unseren Weg, hinauf zum Paul-Gruber-Haus.
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Irgendwann treffen wir endlich auch mal auf richtigen Schnee und Spidermans Snowcross‘ sind endlich in ihrem Element. Leider nur sehr kurz, denn diese eingewehten Schneereste bleiben eher die Ausnahme.
Am Paul-Gruber-Haus angekommen liegt dann noch einiges mehr von der weißen Pracht, die in diesem Winter so selten und wertvoll erscheint wie Gold,
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aber auf dem Abstieg vom Paul-Gruber-Haus, entlang der Forststraße, verwandelt sich der Schnee rasend schnell in feuchten Matsch, der die Straße unter Wasser setzt und nun auch den letzten Winkel unserer Schuhe in ein Wassertretbecken verwandelt.
Vorbei beim Kugelbachbauer geht es auf dem letzten Abstieg hinunter Richtung Thumsee und dann schön auslaufend auf den letzten Metern zurück zum Parkplatz.
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Eine ziemlich geniale Runde. Es muss nicht immer über den Kasten gehen, es geht auch drumherum, wobei man für den Abstieg vom Paul-Gruber-Haus noch eine trailigere Alternative braucht. Was auf jeden Fall immer mit eingebaut werden muss ist der Killertrail, der sich sicher im Laufe der Zeit noch zu einer echten Institution entwickeln wird.
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8 Gedanken zu „Water-Kastencircling und Killertrail“

  1. Hi Steve,

    völlig platt liege ich zu Hause auf der Couch –
    der Respekt vor deinen Trail-Leistungen wir immer größer !!!

    Nochmals Danke das du mich auf diesen super genialen Trail mitgenommen hast –
    auch wenn heute nicht mein Tag war !

    Freue mich auf den nächsten Trail bzw. auf das Erste „On the Trail up to the Top“

    STRATOS
    ehemals Alpines Steinschaf

    1. Danke und danke fürs Mitkommen.
      Den Stratos-Fehler habe ich schon geändert, sogar in der Überschrift hat sich ein „r“ zu viel eingeschlichen.
      Ich war eben auch geflasht.

      Bis zum nächsten Mal!

  2. Das beruhigt mich, dass es bei euch auch so richtig nass ist – wie lange dauert denn eure Nasstour ?
    Macht wohl auch um einiges mehr Spaß, wenn man nicht alleine ist – oder ?

    Nächste Woche vielleicht wieder Tiefschnee – wer weiß ?

    1. Zu „mehrt“ sorgt es auf jeden Fall für Abwechslung, aber meine einsamen Runs möchte ich trotzdem nicht missen.

      Heute waren wir zwei Stunden unterwegs, kann auch mal länger oder kürzer sein; je nach Streckenwahl im Anschluss an den Killer bzw. je nach Vorgeplänkel.

      Tiefschnee…! wo…?

  3. Der „Herr in Blau“ ist ja cool drauf, in so einem Geläuf bei so einem Wetter mit Brille unterwegs zu sein. Sieht er überhaupt wo er hintritt? Ist ja in den Bergen nicht ganz unwichtig… 🙂

    Coole Tour trotz oder gerade wegen dem Sauwetter.

    LG Volker

  4. Hehe… die typen! Vorbeigelaufen??? Goblin ich bin doch vorgestern 4 mal ohne Schnee da hoch, unten ist doch jetzt auch in dem Waldboden eine Spur… TZTZTZ… Immer nur geflssht rumrennen, kommt durch keine Dopingkontrolle der Typ!! Und wies nicht das Kastencrossing? Du weisst – jetzt musst Du mit den Typen nochmal los! Die BRAUCHEN das!
    Gripmaster im Schneesturm

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