Götschenkopf

Faschingsdienstag und mein Büro hat sich verkleidet. So mit Schnee, breiten und schmalen Spuren, Wald, steilen Aufstiegen und dem ganzen Zeug.
Der Chef gibt einen halben Tag frei und ich passe mich meinem Büro an; so mit bunten Klamotten, Rucksack, langen Brettern an Plastikschuhen und dem ganzen Zeug.
Der Götschenkopf bei Bischofswiesen bietet sich für eine schnelle Nachmittagsskitour geradezu an, findet auch Patrick, und so starten wir pünktlich um 14:00 Uhr am Bahnhof in Bischofswiesen, während anderswo die Jecken ihr Unwesen treiben.
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Bei dieser Tour muss man sich um die Wegfindung keine Sorgen machen, denn die Strecke ist so gut eingefahren, dass sich das von selbst erledigt. Zwar ist das eine Abfahrt des Skigebiets am Götschen, aber wer einmal am Bahnhof angekommen ist kommt da auch nicht mehr weg, denn hier gibt es keinen Lift und auch keinen Skibus. So sind auf dieser Strecke eigentlich nur Tourengeher unterwegs oder zum großen Teil Einheimische, die über diese Strecke ihre letzte Abfahrt des Tages machen und sich dann unten abholen lassen.
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Der Aufstieg ist an manchen Stellen sehr steil und die Buckel und Wellen auf der Piste lassen erkennen, dass diese Abfahrt nicht umsonst eine schwarze Abfahrt ist.
Im oberen Teil queren wir nach links in den Wald, um die letzten Meter zum Gipfel abseits der Piste zurückzulegen, denn mittlerweile verläuft der Aufstieg auf der blauen Familienabfahrt des Skigebiets.
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Jetzt wird es etwas ruhiger und dafür auch pulvriger. Die Spur zieht sich durch den Wald nach oben, macht ein paar Spitzkehren und endet schließlich auf dem Gipfel des Götschenkopfs. Als ich diese Tour vor zwei Jahren schon einmal gegangen bin, sind wir im Wald irgendwie anders gelaufen und kamen von der anderen Seite auf den Gipfel…aber Wurscht: Hauptsache oben.
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Die Sicht ist nicht wirklich berauschend, was dazu führt, dass wir nach einer kurzen Pause die Felle von den Skiern ziehen und uns an die Abfahrt machen.
Wir fahren aber nicht direkt zum Bahnhof, sondern machen noch einen kleinen Schlenker zur Talstation der Götschenkopfbahn.
Jetzt sind wir mittendrin im Skitrubel,
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wir ziehen die Felle wieder auf und steigen am Rand der Piste wieder nach oben. Es sind nicht sonderlich viele Höhenmeter bis zum Abzweig unserer Abfahrt, aber so ein kleiner Gegenanstieg kann ja nicht schaden.
Am Abzweig angekommen, verstauen wir die Felle wieder im Rucksack und machen uns nun an die finale Abfahrt, nach unten zum Auto am Bahnhof.
Die Strecke lässt sich sehr gut fahren und verglichen mit meiner ersten Abfahrt vor zwei Jahren, bin ich heute um Welten besser. Super wenn der Fortschritt erkennbar ist.
Die Piste wird im unteren Bereich etwas schlechter und es lässt sich leider nicht immer zu 100% materialschonend fahren, aber bedenkt man, dass diese Tour quasi vor der Haustür liegt, auch bei schlechten Lawinenverhältnissen zu gehen ist, abseits der normalen Pisten liegt und deshalb auch normalerweise nicht überlaufen ist, und das Ski ein Gebrauchsgegenstand sind, dann sieht man über die kurzen Kontakte mit Steinen auf der Piste gerne hinweg.
Insgesamt müssten es knappe 1000 Höhenmeter und um die 10 Kilometer gewesen sein.
Für eine kleine, kurze Tour am Nachmittag…perfekt!
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