Lauf oder Stirb

Auf dieses Buch haben viele Leute gewartet: Lauf oder Stirb – Das Leben eines bedingungslosen Läufers, von dem absoluten Ausnahme-Trailrunner, Kilian Jornet.

Was erwartet man von einem Buch, dieses Superstars, den man aufgrund seiner zahlreichen, außergewöhnlichen Siege bei den härtesten Ultra-Trail-Marathons, auf der ganzen Welt, kennt. Von einem Läufer, dessen Videos im Internet unzählige Klicks erhalten und nach Erscheinen rasend schnell geteilt und verbreitet werden.
Man erwartet vielleicht ein Buch mit vielen Inspirationen, mit Erzählungen von seinen Erlebnissen, vielleicht erwartet man einen Trainings- und Ernährungsplan, vielleicht erwarten auch manche Leser eine Antwort auf die Frage zu finden, warum Kilian die Trailrunning-Welt so dominiert.

Was bekommt man:
Man bekommt einen Einblick in die Welt eines bedingungslosen Läufers, der in erster Linie Wettkämpfer ist und mit diesem Sport, den viele aus reinem Hobby, Spaß und Freude betreiben, seinen Lebensunterhalt verdient.
Kilian ist und bleibt ein Wettkämpfer und das kommt auch in seinem Buch zum Ausdruck. Kilian ist nicht nur der Läufer den man aus den vielen Videos seiner „Kilian’s Quest“ Reihe kennt, sondern er ist eben auch ein Läufer, der mit dem Willen ein Rennen zu gewinnen an den Start geht und alles gibt, diesen Willen von Beginn an in die Tat umzusetzen.
Natürlich gibt es in diesem Buch auch die inspirierenden Erzählungen und man bekommt einen Einblick in den Kopf und die Gedankenwelt dieses krassen Typen, aber man bekommt auch Einblick in das Verhalten eines Wettkämpfers, der läuft um zu gewinnen und der diesen Ehrgeiz auch in seinem Training an den Tag legt.

Wer ein Buch voller inspirierender Geschichten sucht, ein Buch mit dem er sich vielleicht sogar selbst identifizieren kann, der ist von Lauf oder Stirb vielleicht etwas enttäuscht.
Wer mit dem Hintergedanken an das Buch heran geht, dass Kilian eben auch der Wettkämpfer ist, der gewinnen will und mit seinen Erfolgen sein Leben finanziert, der wird sicher nicht enttäuscht werden.
Die Übersetzung ins Deutsche enthält wohl einige Fehler, die mir beim Lesen allerdings nicht direkt aufgefallen sind.

Lauf oder Stirb muss man als Trailrunner nicht zwangsläufig gelesen haben, aber es schadet sicher nicht und ist auch keine Zeitverschwendung.
Ich fand das Buch interessant, es gab einige Fakten die mir bisher nicht bekannt waren und ich habe auch einige Inspirationen für mich mitnehmen können.

Lauf oder Stirb

4 Gedanken zu „Lauf oder Stirb“

  1. Habe die ersten 20-30 Seiten gelesen und war eher mäßig begeistert. Das Beste am Buch ist das Trailrunner-Manifest. Das gibt es aber schon seit langem auf seiner Website. Ein großer Schriftsteller wird er wohl nicht werden 😉

    1. Servus Hendrik,

      ja, es ist gewöhnungsbedürftig, aber lies es ruhig weiter. Ich habe es auch nicht verschlungen sondern ganz sporadisch immer ein paar Seiten gelesen.

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