The North Face Hyper-Track Guide

Er soll der beste Schuh von The North Face, also wird es Zeit den Hyper-Track Guide mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Schon beim Auspacken fällt auf, dass dieser Schuh ein paar tolle Stunden auf den Trails verspricht.
Coole Farben und leichtes Material lassen das Herz höher schlagen.
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Im Hyper-Track Guide kommt die The North Face CRADLE GUIDE Technologie zum Einsatz. Sie soll ein optimales Zusammenspiel von Dämpfung, Stabilität und Schutz, während der Kontakt-, Stand- und Abdruckphase gewährleisten. Ermöglicht wird dies durch eine 2-Schichten-EVA-Zwischensohle, die an das Fußprofil angepasst ist.
Auf der Laufsohle wurden Noppen platziert, die für den nötigen Grip sorgen. Die Sohle ist, verglichen mit manch anderer Trailschuhen etwas flacher im Profil.
Das Obermaterial ist sehr leicht und wurde nahtlos verarbeitet um Druckstellen zu vermeiden und den Komfort am Fuß zu erhöhen.
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Mit einer Fersensprengung von 8mm (16mm Fersenhöhe, 8mm Vorfußhöhe) platziert sich der Hyper-Track Guide im Mittelfeld der aktuellen Trailschuhe und bietet somit eine gute Alternative zwischen „konventioneller“ Sprengung und „minimalistischer“ Sprengung.

Ich trage den Schuh eine Nummer kleiner als meine anderen Trailschuhe, was aber eher unbeabsichtigt passiert ist. Ich will damit nicht sagen, dass der Hyper-Track Guide groß ausfällt, denn eine Nummer kleiner spüre ich einen minimalen Druck an der Fußaußenseite, aber dieser Druck ist so gering und „angenehm“, dass man nach den ersten Schritten nichts mehr merkt. Man kann ihn also eine Nummer kleiner kaufen, muss es aber nicht.
Die elastische Schnürung bietet optimalen Halt am Fuß und die elastischen Schnürsenkel sorgen für einen sehr angenehmen Tragekomfort, auch wenn man die Schuhe mal etwas fester schnürt. Das Innenfutter ist ebenfalls sehr weich verarbeitet, was den Tragekomfort zusätzliche erhöht…fast schon Hausschuh-Feeling
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Wie schon erwähnt, der Schuh fällt durch die coole Farbkombination und das geringe Gewicht schon beim Auspacken positiv auf. Mit einem Gewicht von 608g pro Paar (bei Größe 45) gehört er zu den leichteren Modellen.
Dazu trägt sicherlich auch das sehr minimale, luftdurchlässige Obermaterial bei, das trotz seiner leichten Bauweise sehr robust ist und für ein wirklich sehr angenehmes Schuhklima sorgt. Es trocknet relativ schnell wieder, so dass man auch nach einer Wasserpfütze oder einem Bachlauf wieder trockene Füße bekommt. Bei stärkerem Regen saugt sich das Material nicht unnötig voll und sämtliches Wasser welches in den Schuh läuft, wird ohne Probleme wieder nach draußen gedrückt.
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Auffällig beim Hyper-Track Guide ist auch die flach-profilierte Sohle. Hier hat The North Face versucht einen Kompromiss zwischen Trail- und Straßenschuh zu finden, denn der Hyper-Track Guide soll auch den Straßenläufer ansprechen, der gerne mal abseits asphaltierter Wege läuft bzw. den Trailrunner bei seinen Anmarsch zum Trail unterstützen. Es ist also eine Art door-to-trail Schuh.
Das Profil bietet auf Geröll und Fels ausreichend Grip. Es kann dabei auch ruhig technisch und Steil zur Sache gehen, die strategisch platzierten Noppen an der Sohle erfüllen ihren Zweck. Auch auf flachen Passagen, sei es der Forstweg oder die Straße, lässt sich der Schuh dank der Sohlenkonstruktion sehr gut laufen. Lediglich auf Matsch und losem Untergrund stößt sie an ihre Grenzen. Hier merkt man deutlich den Unterschied zu einem gröberen, tieferen Profil, da dem Hyper-Track Guide einfach die „Zähne“ fehlen, sich in diesem Boden festzubeißen. Behält man dies allerdings im Hinterkopf, dann macht der Schuh auch bei Regen auf steilen Waldwegen Spaß; es ist eben nur etwas rutschig.
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Die 8mm Sprengung machen den Schuh zu einem sehr wendigen Begleiter, der ein gutes Gefühl zum Untergrund vermittelt. 8mm sind genau das richtige für lange Läufe, wenn man sich an die Sprengung von 6mm und weniger noch nicht heran traut. Gepaart mit dem geringen Gewicht ist der Hyper-Track Guide nicht der langsamste Schuh den man sich für einen flotten Lauf aussuchen kann und beflügelt den ein oder anderen auf den Weg nach oben.
Die Cradle Guide Technologie von The North Face klingt sehr interessant und trägt auch sicherlich erheblich zu dem sehr angenehmen Laufgefühl des Schuhs bei, allerdings lässt sie etwas an Dämpfung vermissen, allerdings nicht im Fersenbereich, sondern im Bereich des Vorfußes.
Hier merkt man während langen Läufen, dass der Vorfußbereich wesentlich weniger gedämpft ist, als der Fersenbereich. Das geht auch aus dem Sohlenaufbau hervor. Etwas mehr Dämpfung im Vorfußbereich hätte dem Schuh nicht geschadet, wobei es schwer zu beurteilen ist, wie sich dann die Lauffreude dargestellt hätte, bzw. ob der Schuh dann noch so agil und flexibel gewesen wäre.
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Meine Sohle hat auch schon eine kleine Macke. Ich habe nach etwas mehr als 100 Kilometern schon ein kleines Stück verloren. Jetzt könnte man auf eine minderwertige Verarbeitung oder einen Qualitätsmangel schließen, dem ist aber nicht so. Ich kenne einige Leute die diesen Schuh auch laufen und von ihnen hat niemand solch ein Problem, auch nicht nach mehreren 100 Kilometern. Schaut man sich die Stelle genau an und vergleicht die Schuhe miteinander, nimmt die komplette Sohle unter die Lupe, dann kann man einen Mangel ausschließen.
Vielmehr habe ich mir wohl in einem technischen Stück, bei einer Kletterpartie auf spitzen Felsen, das Stück ausgerissen. Passiert nicht alle Tage, kann aber vorkommen. Es ist ja immer noch ein door-to-trail Schuh.
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Der The North Face Hyper-Track Guide ist ein toller Schuh, der auf den Trails viel Spaß macht. Auch wenn er sich vorwiegend an die door-to-trail Läufer richtet, kann man ihn trotzdem mit auf die hohen Berge nehmen und auch gerne etwas längere Runden drehen. Man sollte allerdings wissen was man vorhat, um auf den fehlenden Grip bei Matsch und losem Untergrund und auf die nicht ganz so gute Dämpfung im Vorfußereich reagieren zu können.
Für alle die einen leichten Schuh für flotte Läufe suchen und dabei nicht unbedingt in den „minimal“-Bereich gehen wollen, ist der Hyper-Track Guide sicher eine gute Wahl.

Mehr Informationen unter http://de.thenorthface.com/tnf-de-de/

The North Face Hyper-Track Guide 1The North Face Hyper-Track Guide 2The North Face Hyper-Track Guide 3The North Face Hyper-Track Guide 5The North Face Hyper-Track Guide 6The North Face Hyper-Track Guide 8The North Face Hyper-Track Guide 9The North Face Hyper-Track Guide 10The North Face Hyper-Track Guide 12The North Face Hyper-Track Guide 14The North Face Hyper-Track Guide 15The North Face Hyper-Track Guide 16The North Face Hyper-Track Guide 17The North Face Hyper-Track Guide 18The North Face Hyper-Track Guide 20The North Face Hyper-Track Guide 21The North Face Hyper-Track Guide 22The North Face Hyper-Track Guide 23The North Face Hyper-Track Guide 24The North Face Hyper-Track Guide 26://www.uptothetop.de/wp-content/uploads/The-North-Face-Hyper-Track-Guide-1-120×120.jpg“ alt=“The North Face Hyper-Track Guide 1″ width=“120″ height=“120″ class=“alignnone size-thumbnail wp-image-8989″ />

3 Gedanken zu „The North Face Hyper-Track Guide“

  1. Im Vergleich zum Inov-8 – X-Talon 190, den Du ja auch schon gelaufen bist 😉 ,
    hat der aber eine ordentliche Sprengung.
    Im Gelände finde ich dies aber eigentlich nicht ganz so tragisch wie auf der Straße. Da hatte ich gestern zum ersten mal einen Mizuno Wave Rider 16 mit sage und schreibe 12mm. Da haben sich die Beinchen und Füße schon ein wenig gewundert!
    Aber der North Face macht ne gute Figur. Gefällt mir!

    Gruß Gerd

    1. Servus Gerd,

      stimmt, der X-Talon 190 ist wesentlich flacher…sorgt aber nach 25+ Kilometern bei mir für ein leichtes Ziehen in der Wade. Da ist der Hyper-Track Guide wesentlich angenehmer.
      Das macht sich dann meistens auf flachen Stücken oder im Downhill bemerkbar, da ich bergauf sowieso nur auf dem Vorfuß laufe und erst nach einer gewissen Erschöpfung, im Flachen oder bergab, vom Vorfußlaufen abweiche.

      Einen Unterscheid merke ich auch immer wieder, wenn ich mit der Sprengung spiele.

      Viele Grüße

      Steve

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