Pidinger Klettersteig (Hochstaufen)

Eine knappe Stunde benötigt man für die 600 Höhenmeter vom Wanderparkplatz in Urwies bis zum Einstieg des Klettersteigs. Es geht dabei immer auf einer Forststraße bergauf und die letzten Höhenmeter über ein Geröllfeld in die Nordwand des Hochstaufen.
Am Einstieg angekommen heißt es Klettersteigset anlegen, Helm auf, Handschuhe an und los geht’s.
Der Pidinger Klettersteig gilt als sehr anspruchsvoll. Zwar sind die schwierigsten Stellen mit „D“ ausgewiesen, aber aufgrund der Länge und der vielen senkrechten Passagen ist er sehr Kraft raubend.

Schon am Einstieg merkt man, dass man sich hier nicht in einem Steig für Anfänger befindet. Nach ca. 400m kommt man in einen landschaftlich sehr schönen Teil des Steigs, der vergleichbar ist mit dem Normalweg auf den Hochstaufen und nicht versichert ist. Auf diesem Teilstück kann man noch mal alle Kräfte sammeln, bevor man sich an die 100m senkrechte Wand wagt.

Es folgen weitere 200m anspruchsvolle Kletterei, bevor es etwas leichter wird. Nun befindet man sich auf dem Panaromaweg, der seinen Namen von dem herrlichen Ausblick hat. Auch hier heißt es wieder Kräfte sammeln, für das letzte Teilstück.
Zum Abschluss des Steigs, kommt man einen 250m hohen Pfeiler. Dieser ist sehr luftig und teils sehr ausgesetzt. Der Fels ist in manchen Stellen sehr glatt und man muss richtig auf Reibung antreten. Zwar gab es zuvor auch schon ein paar solcher Stellen, aber hier zum Ende, wenn die Kraft langsam nachlässt, sind die Stellen um einiges schwieriger.

Kurz vor dem letzten Block hat man die Möglichkeit sich im Wandbuch zu verewigen.
Nach der letzten Kletterei ist auch schon das Gipfelkreuz des Hochstaufen in Sicht. Die veranschlagten drei Stunden vom Einstieg bis hierher habe ich voll ausgereizt.

Der Rückweg folgt dem Normalweg über die Steiner Alm zurück zum Parkplatz in Urwies.

Der Pidinger Klettersteig ist ohne Zweifel ein sehr anspruchsvoller Klettersteig. Aufgrund seiner Länge verlangt er eine sehr gute Kondition und viel Kraft in den Armen. Ich habe es gerade im letzten Drittel gemerkt, wie mir so langsam die Kraft fehlte. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man kurze Pausen einlegen um seine Arme etwas zu entlasten. Aufgrund des teilweise sehr glatten Felsens, ist einer Begehung bei Regen abzuraten. Sollte man einmal von schlechtem Wetter überrascht werden, verfügt der Steig über zwei Notausstiege und eine Schutzhöhle.

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