Ein frohes neues Jahr

Willkommen in 2013. Die Welt ist nicht untergegangen und so steht uns wieder ein Jahr voller toller Erlebnisse bevor.
Viele Leute nehmen sich gute Vorsätze für das neue Jahr, die sie dann mehr oder weniger einhalten und viele Leute nehmen sich erst gar keine Vorsätze, denn dann muss man sich auch an nichts halten.

Egal ob Vorsatz oder nicht, aber etwas mehr Zeit bei der Tourenplanung sollte man sich schon nehmen.

Als Mitglied der Sektion Berchtesgaden, des Deutschen Alpenvereins, habe ich im Dezember den Jahresbericht für 2012 erhalten.
Darin gibt es auch einen Bericht der Hüttenwirte vom Kärlingerhaus, Sigi und Gabi Hinterbrandner.
Sehr nachdenklich hat mich dabei folgender Auszug gestimmt:

Eine Gruppe von 5 Erwachsenen und 4 Kindern fragt für ein schönes Juliwochenende nach einem Platz über unser Reservierungsformular um eine Übernachtungsmöglichkeit, obwohl wir schon lange darauf hingewiesen haben, dass wir bereits ausgebucht sind. Sie versuchen es nochmals telefonisch, auch hier wird hingewiesen, dass wir bereits ausgebucht sind. Dann kommt der Samstag. Natürlich steht diese Gruppe trotzdem vor der Tür, DAV-Ausweis in der Hand und sagt: „So, jetzt sind wir da, irgendwie müsst Ihr uns jetzt ja unterbringen! Und könntet ihr noch schnell am Ingolstädter Haus und in der Wimbachgrieshütte anrufen, da haben wir nämlich auch reserviert, aber bei Euch gefällt es uns besser.“

Was soll man da noch sagen?
Hätte ich in der Nähe gestanden, ich hätte deren Gepäck genommen und wäre losgerannt. Durch die Saugasse, bis nach St. Bartholomä, hätte dort das Gepäck deponiert und dann hätten sie gucken können, wo sie bleiben.

Bei so etwas platzt mir der %$#&§. Was geht diesen Leuten durch den Kopf. Da wundert es mich nicht mehr, dass am Anfang der Saison, schon fast alle Wochenenden auf den Hütten größtenteils ausgebucht sind, wenn nur solche &%§$# unterwegs sind.
Da wundert es mich auch nicht, dass Hütten schon Vorauskasse bei Reservierungen verlangen um so zumindest etwas planen zu können bzw. die Leute anzuhalten ihre Tour zu planen und nicht wahllos irgendwelche Unterkünfte zu blocken nach dem Motto: „Wenns Wetter passt, dann komme ich und dann schau ich mal, wo es das beste Essen gibt und wo es mir am besten gefällt.“

Gabi und Sigi machen in ihrem Bericht deutlich, dass es dabei nicht um die Unterbringung der Wanderer geht, denn einen Platz für die Nacht findet man immer (sei es im Winterraum, in der Gaststube oder auf der Matratze auf dem Flurfußboden), sondern es geht um die Qualitätsforderungen. Wo ist noch Platz in der Gaststube? Wo kann meine Ausrüstung hin? Gibt es noch was Warmes zu essen? Wie lange dauert das Essen?
Und hinterher ist das Geschrei dann immer groß.

Sicher sind solche Typen die Ausnahme, aber es gibt sie und wenn genau solche Typen irgendwo reservieren und dann nicht kommen, weil die andere Hütte schöner ist, dann haben sie vielleicht anderen Leuten den Platz weggenommen.

Also denkt bei eurem nächsten Hüttenaufenthalt an die Geschichte von Sigi und Gabi und wenn mal kein Platz mehr ist, ihr auf dem Boden schlafen müsst, das Essen etwas länger dauert oder die Hüttenwirte bei einer absolut überfüllten Hütte etwas gestresst und genervt sind, dann seht es ihnen nach.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr und eine schöne Saison in den Bergen. Egal ob mit oder ohne Hüttenaufenthalt, ob im Lager, im Zimmer oder in der Gaststube.

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