Reiter Alm Umrundung

In drei Wochen fällt der Startschuss zum Zugspitz Ultratrail und dann laufe ich zum ersten Mal 100 Kilometer.
So wirklich kann man sich die Distanz gar nicht vorstellen. Ok, mit dem Auto hat man mal schnell solch eine Strecke abgefahren, aber laufen ist dann doch was anderes.
Ich hatte mir diese Distanz mal mit dem Radl vorgenommen und heute war dann der Tag, an dem ich dieses Projekt angehen wollte. So werden die 100 Kilometer um die Zugspitze vielleicht im Vorfeld für mich etwas verständlicher.

Reiter Alm Umrundung

Das Wetter ist heute nicht unbedingt rosig, aber es ist trocken und man kann Fahrrad fahren. Als Strecke habe ich mir die Umrundung der Reiter Alm ausgesucht. Ohne zu wissen, wie weit das ist, ist das zumindest schon mal eine gute Basis für das Projekt 100 und hintenraus ausbauen kann man die Strecke immer noch.
Von Bad Reichenhall geht es über Unken und Lofer nach Weißbach. Das schöne Wetter voraus, die dunklen Wolken im Rücken. Ich habe absolut keine Lust auf Regen und vertraue einfach mal auf das Wetterglück, das ich die letzten Male auch hatte als ich unterwegs war.
In Weißbach beginnt dann der Anstieg hinauf zum Hirschbichl, dem höchsten Punkt der Tour.
Es ist schon sehr ekelhaft, wenn nach 38 Kilometern der Anstieg des Todes kommt. Zum Glück verläuft dieser Abschnitt auf der Teerstraße, da hat man wenigstens guten Grip. Da ich nicht weiß, wie die Strecke verläuft und wie hoch der höchste Punkt liegt, vertraue ich einfach mal auf die Wanderschilder am Straßenrand und freue mich, als ich feststelle, dass ich doch noch relativ flott voran komme. Kurz vor dem höchsten Punkt bekomme ich die ersten Regentropfen ab, aber zum Glück lösen sich die Wolken schnell wieder auf.
Am Hirschbichl angekommen geht es auf der Straße steil und rasant hinunter zum Hintersee. Es ist kalt hier in diesem Einschnitt und bei knapp 50-60 km/h werden die Knie schnell leicht bläulich. Ziemlich coole Action, im wahrsten Sinne des Wortes.
So wie die Straße ausschaut hat es hier vor Kurzem erst geregnet…Glück gehabt!
Am Hintersee vorbei geht es in die Ramsau, wo ich mir bei Freunden erst einmal einen Kaffee und eine geniale Nussecke gönne.
Nach einer ausgiebigen Pause hat sich das Wetter wieder gebessert. Die Wolken lichten sich, der Regen scheint durchgezogen und die Sonne blitzt hervor.
Weiter gehts Richtung Berchtesgaden und über Bischofswiesen, Wolfschwang und den Latschenwirt hinunter an die Ausläufer von Salzburg. Über Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall lege ich noch eine kleine Ehrenrunde ein und komme nach 101 Kilometern wieder zu Hause an.

Fazit

Eine ziemlich geniale Sache und genau das Richtige nach den längeren Läufen der letzten Tage.
Jetzt habe ich ein ungefähres Gespür für 100 Kilometer, auch wenn ich nur etwa 1/4 der Höhenmeter gefahren bin, dich ich an der Zugspitze laufen werde.
Beim Zugspitz Ultratrail kann ich nun die gelaufenen Kilometer in Relation zur Reiter Alm Umrundung setzen. Ob mich das motiviert, wenn ich grob überschlagen kann was noch auf mich zukommt, das weiß ich nicht, aber es kann ja nicht schaden…
…und außerdem war das eine geile Runde heute!

Hier geht’s zum Move!

Reiter Alm Umrundung

2 Gedanken zu „Reiter Alm Umrundung“

  1. Hach, Steve hat das Fahrradfahren für sich entdeckt
    super !
    Hinunter fahren stelle ich mir schlimmer vor als hinauf
    muss ich nicht wieder sagen
    pass‘ auf dich auf
    oder ?
    Schön, die Welt vom Sattel zu betrachten
    ich liebe es
    aber das Laufen bleibt immer an erster Stelle
    gell ? 😉

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