Salomon Sense Pro

Der Salomon Sense Pro gehört in die Kategorie der Citytrail-Schuhe, zumindest laut Salomon, aber wie schlägt sich dieser Schuh auf den Trails außerhalb der Stadt? Denn eigentlich verbindet man mit dem Namen Sense raketenschnelle Schuhe die Kilian und Co. bei jedem Rennen weit vorne platzieren lassen.
Salomon Sense Pro 20
Mit der nahtlosen Sensifit Technologie und Endofit (ein innenliegender Schaft der den Fuß umschließt) soll der Tragekomfort des Sense Pro verbessert werden. Die von Salomon bekannte Quicklace-Schnürung lässt sich nach der Fixierung gewohnt in der kleinen Tasche am Ende der Lasche verstauen.
In der Sohle steckt viel Know How, das Salomon nun schon seit Jahren immer weiter ausbaut und mit jeder Entwicklungsstufe der Schuhe einfließen lässt.
Beim Sense Pro kommen die Racing Leisten von Salomon zum Einsatz. Diese findet man zum Beispiel auch im S-LAB Sense 3 Ultra. Dank OS Tendon soll eine bessere Abfederung und ein leichteres Abrollen ermöglicht werden.
Auf der Außensohle kommen zwei Contagrip Gummimischungen zum Einsatz. Die gelbe Contagrip HT und die weiße Contgrip HA. So sollen Grip, Abriebfestigkeit und Dämpfung optimal miteinander kombiniert werden. Eine EVA Zwischensohle mit mittlerem Härtegrad und die Profeel Platte sollen den Komfort und die Dämpfung, gerade auf Trails, zusätzlich erhöhen.
Der Sense Pro ist im Prinzip eine Mischung aus dem S-LAB Sense Ultra (Aufbau) und dem Sense Mantra (Sohle).
Salomon Sense Pro 10

Mit dem Sense Pro auf den Trails

Bevor es mit den grünen Raketen auf die Trails geht, muss man sie erst einmal anziehen und da geht es auch schon los.
Die Teile tragen sich wie Socken und schmiegen sich herrlich an den Fuß an. Sensifit und Endofit leisten hier treue Dienste und eigentlich will ich diesen Schuh nicht mehr ausziehen. Er trägt sich richtig angenehm und gehört mit einem Gewicht von 580g (pro Paar in Größe 46) auch zu meinen leichteren Schuhen. Angenehm vom ersten Augenblik an.
Natürlich habe ich das gute Stück nicht auf die Citytrails ausgeführt, so wie es auf der Lasche steht, sondern auf die richtigen Trails, denn schließlich steht auf der Lasche auch Natural Running und wenn man beides kombiniert, dann hat man Natural Trail, also rauf mit den Dingern auf die Bergtrails.
50 Kilometer Trailwahnsinn um den Königssee waren die Feuerprobe für den Sense Pro und er hat sich gut geschlagen.
Die 6mm Sprengung (16mm Fersenhöhe / 10mm Vorfußhöhe) ermöglichen ein schnelles und dynamisches Laufen und vermitteln noch genügend Rückmeldung vom Boden. Trotz der relativ minimalen Bauweise, dem niedrigen Schafft und der mittleren Dämpfung federt der Schuh angenehm ab und bietet auch in steilem, technischen Gelände genügend Halt. Die Ferse sitzt fest auf dem Boden und der Fuß wird angenehm über unwegsames Gelände geführt. Auch zum Ende des Laufs war die Dämpfung noch ausreichend um ein „fluffiges“ Laufgefühl zu vermitteln.
Salomon Sense Pro 12
Das bewährte Schnürsystem fixiert den Schuh, der größentechnisch eine halbe Nummer kleiner ausfällt, optimal am Fuß.
Obwohl Citytrail drauf steht, muss sich der Sense Pro vor den Trails im Gebirge nicht verstecken, ganz im Gegenteil, er muss dort hin. In der Stadt finde ich ihn etwas overpowered, wenngleich er auch auf flachen Asphaltstücken eine gute Figur macht und der Grip der Sohle für eine flotte Runde in der City locker ausreicht.
Salomon Sense Pro 9
Die Sohle macht auch im Gebirge, auf steilen, steinigen Trails eine gute Figur, stößt aber bei Nässe schneller an ihre Grenzen als andere Modelle. Gerade wenn sich das äußerst flache Profil mit Dreck zugesetzt hat, ist Vorsicht geboten. Sobald die Sohle frei ist und auf trockenen Untergrund trifft, greift sie aber sofort wieder.

Der Sense Pro ist eine kleine Geheimwaffe, die sich hinter dem Citytrail-Label versteckt. Ein klasse Schuh, der Dank kombinierter Technologien zwar schwerer ist als der S-LAB Sense Ultra, diesen aber ihn Haltbarkeit und Dämpfung deutlich übertreffen dürfte.
Seine Grenzen findet er, aufgrund des flachen Profils, in losem Gelände oder bei äußerst widrigen Wetterumständen. Hier greife ich dann lieber zu einem Schuh mit gröberem und bissigerem Profil zurück…für alles andere bringt sich der Sense Pro aber in eine äußerst günstige Position und dank der ausgewogenen Dämpfung ist er sicherlich auch nicht die falsche Wahl für Distanzen jenseits der 50 Kilometer.

Mehr Infos gibt es unter salomon.com/de

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28 Gedanken zu „Salomon Sense Pro“

  1. Hab‘ schon auf deine Beurteilung gewartet. Ich bin ja auch, wie du weißt, sehr von dem SensePro begeistert, der meine Wahl für den Zugspitz Supertrail war. Der Tachostand bei meinem zweiten Exemplar liegt mittlerweile auch schon bei über 400km. Ist einfach meine Wahl für die lange Distanzen.

  2. Hi
    Hab mir die „Geheimwaffen“ auch nach langem drumherum schwanzeln und hadern dann zugelegt. Würde damit zwar auch nicht bei Matsch und mehr als Marathondistanz unterwegs sein wollen aber alles bis dahin ist genau sein Ding ^^
    Dacor 😀

  3. Meiner Meinung nach haben die Schuhe im ruppigen Gelände nichts verloren. Bei Nässe (es muss nicht mal matschig sein) wird’s im richtigen Gebirge sogar gefährlich.

    1. Gefährlich kann es mit jedem Schuh werden. Man muss eben wissen was auf einen zukommt und wie sich der jeweilige Schuh bei den entsprechenden Verhältnissen und auf dem jeweiligen Untergrund verhält, dann ist das in meinen Augen kein Problem.

  4. Hey! Auch von mir danke für den Bericht. Hab den Schuh schon auf Fotos von dir gesehen und auf den Bericht gewartet, weil ich ihn schon länger als Langdistanzschuh im Auge habe. Eine Frage hab ich aber doch. Laut Aussage eines Salomon Mitarbeiters unterscheidet sich Pro vom Mantra im Wesentlichen nur im Gewicht. Findest du die 20 Euro mehr lohnenswert für ca. 40 g weniger pro Paar?

    1. Servus Christian,

      der Gewichtsunterschied ergibt sich im wesentlichen durch das Obermaterial. Ist beim Pro luftiger, aber dafür nicht so robust wie beim Mantra.
      Habe leider keinen direkten Vergleich, würde aber aus dem Bauch raus zum Pro greifen wenn ich die Wahl hätte.

      Viele Grüße

      Steve

  5. Ein wirklich toller Schuh – gehört bei mir eindeutig zu den Lieblingen. Das war schon nach dem ersten Lauf klar 😀 Er vermittelt unheimlich viel Lauffreude und kann auch sehr viel. Im Matsch und auf losem Untergrund stößt er an seine Grenzen – aber dafür gibt es ja andere Modelle ;-). Für den Winter wird er mir wohl zu luftig sein wenn die Temperaturen um und unter 0° sinken. Aber eines ist sicher – den werde ich mir immer wieder kaufen 😉
    Gruß

  6. Ich laufe den Sense Pro auch unheimlich gerne, vor allem weil unser Lauftreff regelmäßig City UND Trail läuft. Und wenn es dann am Albtrauf glitschig und steil bergab geht, muss ich meist voran, „weil du doch diese Mörderschuhe an hast“… Und das grelle Grün ist auch ziemlich kultig 🙂

  7. Hallo hab den Schuh am Samstag am Gaisberg getestet.Der Schuh ist für mich einfach der Wahnsinn, leicht , ausreichent gripp, past super zu meinen Füßen, und das beste war noch nie so schnell Bergab.Danke für deinen Bericht.Gerhard

  8. Hallo hab jetzt den Schuh noch einigemal getestet.Der Schuh ist noch immer der Wahnsinn, bin oft am Gaisberg unterwegs war auch am Schneibstein u.Hohen Brett.Das einzige wo er mit Vorsicht zu laufen ist,wenn man auf feuchten Fels kommt dar ist er sehr rutschig.Bis jetzt aber mein lieblings Schuh.Viel Spaß beim Trail Festival Salzburg bin auch dabei.

  9. Pingback: Salomon X-Scream
  10. Hallo Steve,

    Ich habe verfüge über verschiedene Laufschuhe, mein Favorit ist der Asics GT 2000, er entspricht irgendwie gut meinem Fuss. Ich bin eigentlich im Fussball daheim, will jetzt aber „umsteigen“. Ich bin relativ schwer 84 kg bei 1.82. Mich Fasziniert das Laufen sehr und habe gerade am K30 beim Swissalpine mitgemacht und diese Wochenende gehts an den Irontrail. Da ja bekanntermassen das Mittelfusslaufen gesünder (musste man den Meniskusoperieren) und effizienter ist, wollte ich dich fragen, ob sich allenfalls eine Umstellung gar nicht geht. Das heisst kann man mit einem Asics und seiner Sprengung „effizient“ Mittelfusslaufen oder geht das eher mit dem Sense Mantra 3? Ich möchte mir noch den S-LAB XT 6 zulegen. Die Frage ist konkret „beisst“ sich Mittel- Vorfusslauf mit Schuhen mit hoher Sprengung? Die Frage ist halt, wenn ich mit dem Asics dann auf den Strassen wieder eher auf der Ferse laufe und mit den Trailschuhen Mittelfuss etablieren möchte ist das nicht gerade optimal? Danke für deine Antwort :)!

    1. Servus Marcel,

      das ist eine gute Frage.
      Ich kann dir leider nicht sagen, wie effizient das Mittelfußlaufen mit hoher Sprengung gegenüber dem Mittelfußlaufen mit niedriger Sprengung ist. Habe da keinerlei Erfahrungswerte, bzw. kann ich es nicht wirklich in Relation zueinander setzen.
      Tut mir Leid dir nicht weiterhelfen zu können.

      Viele Grüße

      Steve

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