Transvulcania – Ich war den Tränen nahe

In Verbindung mit genialen Läufen und Events hatte ich schon das Öfteren Tränen in den Augen. Meist zum Ende hin oder im Ziel schießt mir das Wasser in die Augen; dann wenn man alles noch mal Revue passieren lässt.
Beim Transvulcania war das etwas anders, denn da war ich schon bei der Anmeldung den Tränen nahe.
Jetzt könnte man meinen, der Typ freut sich weil er an diesem Event teilnimmt, aber daher kamen die Emotionen nicht.
Natürlich freue ich mich, dass ich dieses Jahr beim Transvulcania dabei sein kann, aber bis zur endgültigen Bestätigung war es ein harter Weg.

Transvulcania, ein prestigeträchtiges Rennen und fester Termin im Kalender der International Skyrunning Federation.
Jeder Trailrunner kennt dieses Event und die Elite-Läufer die dort jedes Jahr an der Startlinie stehen sind natürlich auch keine Unbekannten.
Dennoch ist der Anmeldeprozess so quälend unübersichtlich und unverständlich, dass man fast meinen könnte, man meldet sich für die Erstaustragung eines kleinen Rennens in Hintertupfingen an.

Es hat lange gedauert bis ich mir halbwegs sicher war, dass ich angemeldet bin. Die erste Registrierung schlug irgendwie fehl, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit damit verbracht hatte mich durch die Formularfelder zu quälen.
Die zweite Registrierung gelang zu 50%, aber irgendwie blieb die Bestätigungsemail aus.
Beim dritten Versuch meldete ich mich mit einer Kombination der Daten aus beiden Versuchen an und siehe da, nach dem Bezahlprozess kam auch eine Art Bestätigungsmail.

Zur Sicherheit fragte ich bei den Organisatoren nach und bekam wenige Tage später eine Antwort, dass wohl alles geklappt hat.
Dennoch blieb die Ungewissheit, denn eine offizielle Starterliste gibt es nicht.
Erst einige Wochen später hatte man die Möglichkeit mit Eingabe seiner Emailadresse eine Übersicht über den Anmeldestatus abzufragen.
Das funktionierte aber auch nur auf der englischen Seite, nicht auf der deutschen.

Wie dem auch sei, ich habe es geschafft. Hinter meinem Namen erscheint seit Anfang Januar ein grüner Haken und so habe ich die 100%ige Gewissheit, dass ich mit dabei bin, wenn am 09. Mai, morgens um 6:00 Uhr am Leuchtturm in Fuencaliente der Startschuss fällt und sich 1800 Läuferinnen und Läufer auf den 73,3 Kilometer langen und mit ca. 4400 Höhenmeter gespickten Kurs machen.

Mit dabei sind auch wieder viele Elite-Runner: Unter anderem Luis Alberto Hernando (der Vorjahressieger mit einer Zeit von 6:55,41 Stunden) Dakota Jones, Timothy Olson, Ryan Sandes und viele andere. Eine endgültige Liste wird die ISF wenige Tage vor dem Rennen veröffentlichen. Auch wenn Kilian aufgrund seines Everest-Projekts nicht am Start stehen wird, so wird es wohl doch eines der besten Teilnehmerfelder das der Transvulcania je gesehen hat.
Der Veranstalter spricht in einer Pressemeldung von 10 potentiellen Gewinnern im Feld der Männer und einem, im Vergleich zu den letzten Jahren, etwas schwächeren Frauenfeld.
Man bin ich gespannt!

La Palma ich komme!
Mach dich bereit!
#HeißWieFrittenFettPart2

Transvulcania

18 Gedanken zu „Transvulcania – Ich war den Tränen nahe“

  1. La Palma, traumhaft schön! Das allererste Bergwandern habe ich auf La Palma gemacht.

    Und wenn die Starterliste so hochkarätig ist, darfst Du auch wirklich nicht fehlen!

    LG Volker

  2. Ich gebe zu, dass ich von dem Rennen noch nie gehört hatte. Klingt aber sehr toll und anspruchsvoll. Genau das richtige für dich scheint mir, gut dass du die Seite ausgetrickst hast. Ich freue mich dann schon auf den Bericht der Tränen im Ziel!

  3. Ich kann mir gut vorstellen, wie ärgerlich es ist, wenn man sich durch gefühlte 100 Onlineformulare quält und am Schluss doch nicht weiss, ob es geklappt hat. Umso besser, dass nun alles feststeht – das wird sicher sowohl anspruchsvoll als auch wieder eine geniale Erfahrung!
    Liebe Grüsse
    Ariana

  4. Wow! Großer Respekt. Ich habe mir die Strecke im letzten Jahr in Teilabschnitten angesehen. Allein der Aufstieg vom Leuchtturm in Fuencaliente zieht einem ja die Schuhe aus! Alles loser Lava-Sand! Dafür wird man mit einer wirklich traumhaften Umgebung belohnt. Sicher einer der anstrengendsten wie schönsten Läufe.

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