Transvulcania 2015

Wie die Pinguine sitzen und stehen wir dicht beieinander an der Wand des Leuchtturms von Fuencaliente. Es ist 3:45 Uhr und ein heftiger Wind bläst uns ins Gesicht. Ein Blick nach oben und man erkennt im Schein des Leuchtturms, dass dieser warme Wind viel Sand verweht; wie ein kleiner Sandsturm.
Transvulcania 2015 und wir sind schon zwei Stunden vor dem Start mittendrin.
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Ob es Sinn macht so früh mit unzähligen Bussen die Läufer zum Start zu transportieren sei mal dahingestellt, aber bei knapp 2000 Startern ist es schwer alle auf einmal an den Start zu bringen.
So sitzen wir hier am Leuchtturm, halbwegs windgeschützt, und jeder macht sich so seine Gedanken und man versucht sich gegenseitig abzulenken.

Am Tag zuvor hatte ich meine Zielzeit noch einmal etwas korrigiert. Anstatt der „12 muss stehen“ bin ich auf eine Zeit von 11:50 Stunden runter gegangen.
Mal schauen ob der Plan aufgeht.
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Wenn es nach dem Sprecher im Startbereich gehen würde, dann müssten wir schon ab 04:30 Uhr anfangen uns in der Startaufstellung einzufinden, aber dort unten gibt es keinen Windschutz und so warten wir bis 5:15 Uhr und machen uns dann auf den Weg nach unten ans Meer an den Start.
Vor der Chipkontrolle stockt es noch einmal und dann sind wir mittendrin im Gewühl und werden Teil dieser ganzen Szenerie.
Jetzt kommen wir hier nicht mehr raus. Wir reihen uns im Mittelfeld ein und starren gebannt auf die Felswand, auf die ein Beamer den Countdown projiziert. Noch immer sind es 20 Minuten, aber die Aufregung steigt und mit ihr der Puls.
Mit jeder Minute die es dem Start näher geht steigt das Gänsehautfeeling. Die Stimmung und die Atmosphäre hier sind der Wahnsinn.
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Dann geht das Licht aus, aus den Boxen erklingt AC/DC, 2000 Läufer zählen die letzten 10 Sekunden nach unten und machen sich im Schein ihrer Stirnlampen auf den Weg.

Transvulcania 2015 – Jetzt geht’s los

Mit einem ungeheuren Tempo sieht man die Elite-Läufer vorne weg Rennen, während der Rest des Feldes sich langsam in Bewegung setzt.
Was uns nun die kommenden Stunden erwarten wird, drückt dieses T-Shirt, das wir heute in Santa Cruz entdeckt haben, treffend aus.
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Der Transvulcania startet mit einem Anstieg von insgesamt knapp 2000 Höhenmetern auf 17 Kilometer. Das ist nicht sonderlich steil, aber der Vulkansand macht die Sache alles andere als einfach. Nach einer kurzen Runde um den Leuchtturm kanalisiert sich das Feld auf einen kleinen, schmalen Trail der den ersten Vulkan nach oben führt. Man kann hier überholen, muss dafür allerdings den Weg verlassen und im tieferen Sand an den Leuten vorbei laufen. Das kostet Kraft und ist nicht unbedingt die beste Variante. Hinzu kommt die Gefahr zu stürzen und das ist auf dem Vulkangestein keine angenehme Sache.
So wird der erste Teil des Anstiegs für mich ein kleines Intervall-Training. An vermeintlich passenden Stellen weiche ich nach links oder rechts aus, überhole ein paar Leute und schere wieder vor ihnen ein. Ein System, mit dem ich ganz gut zurecht komme und es schaffe, mich im Feld weiter nach vorne zu arbeiten.
Meter für Meter geht es in dem Vulkansand nach oben und die Ausblicke auf das Läuferfeld sind schon gigantisch.
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Nach den ersten 600 Höhenmetern verlässt man den Vulkan und kommt an die Ortsgrenze von Los Canarios.
Ein Stunde bin ich bisher unterwegs, es ist 7:00 Uhr morgens und es ist der absolute Wahnsinn was hier los ist.
Ich habe die Stimmung mal versucht in einem kleinen Video festzuhalten (Ich bitte die Kameraführung zu entschuldigen).

Leider habe ich es wenige Minuten danach, an der ersten Verpflegungsstation im Ort, verpasst noch einmal zu filmen. Die Stimmung dort glich einem Volksfest und es waren unzählige Menschen auf der Straße. Wie in einem Tunnel lief an man an ihnen vorbei zur Verpflegungsstelle…hier zelebriert einfach jeder dieses Event…Wahnsinn!

Ich liege fast punktgenau im Zeitplan und mache mich gleich weiter Richtung Los Deseadas.
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Jetzt gibt es ein bisschen weniger Vulkansand aber leichter wird es auch nicht.
Die Stirnlampe ist im Rucksack verschwunden, denn die Sonne bahnt sich langsam ihren Weg nach oben. Durch die aufgehende Sonne sieht man wie viel Staub in der Luft liegt und immer wenn ich auf einen Läufer auflaufe schlucke ich ein paar Staubkörner mehr. Aber die Sonne und das sich anbahnende Panorama lassen das alles schnell vergessen.
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Ich hätte nicht gedacht, dass der Aufstieg so viel Zeit in Anspruch nehmen wird, aber jetzt werde ich eines Besseren belehrt. Obwohl die 2000 Höhenmeter auf 17 Kilometer relativ „flach“ klingen und die Strecke auch keine wirklichen technischen Schwierigkeiten aufweist, zieht es sich gewaltig, nicht zuletzt aufgrund des Vulkansandes, der das Vorwärtskommen enorm erschwert.

An der zweiten Verpflegungsstelle angekommen geht auch wieder alles relativ flott.
Wasser auffüllen, eine Kleinigkeit essen und dann geht es auch schon weiter.
Kurz nach Verlassen der Station werde ich „gekrared“.
Rob Krar läuft an mir vorbei. Er ist an zweiter Position beim Media-Marathon. Die Läufer bewältigen auf einer Strecke von 24 Kilometern rund 2200 Höhenmeter. Sie sind eine Stunde nach uns am Leuchtturm gestartet und laufen bis zur dritten Verpflegungsstelle El Pilar.
Rob wird später das Rennen als Zweiter finishen, mit einer Pace von 6:04 Minuten pro Kilometer. Wahnsinnig schnell, denn es geht zwar 2200 Höhenmeter nach oben, aber nur knapp 500 nach unten. Man kann also keinen langsamen Uphill mit einem schnellen Downhill ausgleichen.
Rob fliegt also an mir vorbei und steuert schnurstracks auf den nächsten Anstieg zu, den er in einem schnellen Schritt nach oben geht. Das macht diese Legende irgendwie etwas menschlich.

Begleitet von einem Militärhubschrauber gehe ich den nächsten Anstieg an. Zwar nicht so schnell wie Rob, aber mindestens genauso dynamisch…zumindest gefühlt.
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Der Hubschrauber scheint wohl die Strecke zu überwachen und hat an diesem Renntag zum Glück nur einen Rettungseinsatz. Wenn man überlegt das es bei diesem Lauf 283 DNF’s gab, ist das eine gute Bilanz.
Hinzu kommen 119 Herausnahmen aus dem Rennen aufgrund von überschrittenen Cut-Off-Zeiten.

Nach diesem kurzen Anstieg beginnt der erste nennenswerte Downhill des Tages hinunter zum Refugio de El Pilar, wo sich nicht nur die dritte Verpflegungsstation befindet, sondern auch das Ziel des Media-Marathons und der Start des Marathons. Bis ich diesen nächsten Hotspot erreiche liegen aber erst einmal 600 Höhenmeter im Downhill vor mir.
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Dieser lässt sich sogar noch relativ fluffig laufen und endlich zeigt der Vulkansand auch mal seine Vorteile, wenn man ausblendet, dass man gefühlt nach jedem zweiten Schritt die Schuhe ausleeren könnte.

In El Pilar angekommen erwartet mich ein Volksfest. Hier geht die Party ab und ich bin mitten drin. Der Wald bebt und die Stimmung kocht…gigantisch. Eine perfekte Örtlichkeit für eine Kombination aus Ziel-Start-Verpflegungsstation.
Ich liege knapp 10 Minuten über meinem Zeitplan, fülle kurz mein Wasser auf und mache mich danach auf die nächste Etappe.

Kurz nach Verlassen der Station, es geht auf einer etwas breiteren Forststraße mit moderater Steigung, etwas flotter voran, macht sich ein leichtes Krummeln im Bauch bemerkbar, dass sich langsam zu einem heftigen Brodeln entwickelt.
Schnell wird klar, da muss was raus und zwar nicht oben, sondern unten.
Jetzt gibt es hier leider nicht die klassischen Hecken oder Büsche hinter denen man sich mal verstecken kann, denn die Gegend bietet nur sehr wenige geeignete Plätze. So dauert es etwas bis ich einen kleinen Wanderweg nach rechts nehme und dort nach ein paar Metern in den Wald abbiege und mir ein halbwegs geschütztes Plätzchen suche.
Ich erspare euch die Details. Nur soviel: Es verlief alles nach Plan und nach rekordverdächtigen 3:30 Minuten war ich wieder auf der Strecke.
Es geht moderat weiter zur nächsten Verpflegungsstation die ich nach 31 Kilometern erreiche, obwohl sie eigentlich erst bei 32,4 Kilometern kommen sollte. Einen Kilometer zu früh, aber das Schild bis zur nächsten Verpflegungsstation zeigt 12,4 Kilometer an. Jetzt ist natürlich die Frage, ob die 12,4 richtig sind oder ob es 13,8 Kilometer sind. Wenn man bedenkt, dass der nun folgende Abschnitt zum Pico de La Cruz mit 1200 Höhenmeter Aufstieg und 370 Höhenmeter Abstieg alles andere als einfach wird, sind 1,4 Kilometer mehr oder weniger schon essentiell.
Wie dem auch sei, ich fülle meine Getränke auf und mache mich nun auf den langen Weg zum Pico de La Cruz.

Das ist Transvulcania

Bergauf ist genau mein Ding und direkt nach der Station geht es damit los. Mit den Stöcken schiebe ich mich Meter für Meter nach oben und überhole schon nach kurzer Zeit die ersten Marathon-Läufer. Nach und nach kommen auch die ersten Ultramarathonis dazu…es läuft gut.
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Die Uhr piepst bei jedem Kilometer und immer dann trinke ich einen Schluck. Die Sonne brennt mittlerweile erbärmlich vom Himmel und Schatten ist hier oben auch oft Mangelware.
An einer kleinen Berghütte wird Wasser ausgeschenkt. Keine offizielle Station, aber ich nutze trotzdem die Gelegenheit 500ml aufzufüllen. Zuerst hadere ich mit mir, denn es dauert ein bisschen da hier viel los ist und nur drei Leute Wasser ausschenken, aber es kann sicher nicht schaden genug Wasser dabei zu haben.
Es folgt ein schöner Downhill und dann geht es auch schon wieder an den nächsten Anstieg.
Ich überhole Läufer die alles andere als gut aussehen oder am Wegrand sitzen und sich eine Pause gönnen. Auf meine Nachfragen erhalte ich immer nur die Antwort das alles in Ordnung sei, aber so ganz stimmt das sicher nicht immer.
Die Uhr piept Kilometer für Kilometer und langsam müsste man schon die Verpflegungsstelle sehen, aber hinter jedem Gipfel auf dem ich sie vermute, hinter jeder Kurve nach der ich mir sie ersehen, geht es weiter und ich erkenne in der Ferne die Läufer auf den Trails, sehe aber keine Verpflegungsstation.
In einem kurzen Waldstück gibt es eine innoffizielle Station an der Apfelstücke verteilt werden. Hier gab es im letzten Jahr wohl auch Getränke, allerdings nicht in diesem Jahr. Das wurde zwar im Vorfeld angekündigt, aber es rechneten doch viele Läufer mit einer Möglichkeit das Wasser aufzufüllen und so wird im Nachhinein die Zahl der DNF’s auf diesem Abschnitt wohl am höchsten sein.
Ich hätte mir hier auch etwas Wasser gewünscht, denn so langsam wird es eng und ich ersehne mir endlich diesen verdammten Pico de La Cruz herbei, aber er kommt und kommt nicht.
Die Kraft schwindet und ich merke langsam wie sich die fehlende Flüssigkeit auf die Leistung auswirkt.
Die kurzen Downhills laufen nicht mehr so flüssig und auch bergauf wird es langsam zäh.
Dann endlich kommt die Verpflegungsstation, dieser verf*** Pico de La Cruz und ich kann wieder Flüssigkeit auftanken.
Drei Stunden habe ich für die letzten 15,4 Kilometer benötigt; mit 2:25 Stunden hatte ich gerechnet.
Die Hitze hat mit voller Wucht zugeschlagen und spätestens jetzt weiß jeder, was diesen Lauf über den Vulkan so hart macht. Hier bekommt man sehr gut vor Augen geführt, dass die bloße Angaben von Kilometern und Höhenmetern überhaupt nichts aussagen, denn die Hitze brät hier oben jeden nieder.

Bis zum höchsten Punkt, dem Roque de Los Muchachos sind es nun nur noch „wenige“ Kilometer und ein „paar“ Höhenmeter. Man kann den Gipfel schon sehen, aber der Trali zieht sich erbarmungslos in der prallen Sonne nach oben. Das kostet Kraft, bei jedem Schritt, egal ob auf oder ab. Trotz der Wasserzufuhr läuft die Maschine nicht mehr richtig rund und ich will eigentlich nur noch auf den Downhill nach Tazacorte, aber erst mal muss man dafür auf den Roque.
Ich habe die letzten Meter zum Gipfel mal auf Video festgehalten.
So sieht man, dass man bei so einem Lauf nicht komplett durchläuft und man durchaus die in oder andere Qual leidet, denn wir bewegen uns zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz so elfengleich nach oben.

Das Zelt gleicht einem kleinen Lazarett, denn es werden gleich mehrere Läufer behandelt. Infusionen, Blasen, Schürfwunden, hier ist alles dabei. Ich gönne mir eine kleine Verpflegungspause und suche mir vor dem Zelt einen Platz um die Socken zu wechseln.
Für den Downhill will ich saubere Socken, ohne Sand und Steine in den Schuhen, denn die 2400 Höhenmeter werden auch so schon hart genug.
Schuhe ausziehen klappt super, Socken wechseln ebenso. Rechter Schuh sitzt, zuschnüren, passt.
Linker Schuh sitz, zusch***, argh, Krampf!
Kurz Strecken und ein neuer Versuch. Zusch***, argh, Krampf!

Im vierten Anlauf schaffe ich es den Schuh zu binden und mache mich dann auf den Weg nach unten.

Jetzt sind die Krämpfe da. Was sich oben schon angekündigt hat, wird jetzt zur Gewissheit. Erst in den Waden, dann in den Oberschenkeln. Danach nur in den Oberschenkeln, dann wieder nur in den Waden. Bei kurzen Anstiegen meist ohne Probleme, aber im Downhill macht dann wieder alles zu.
Schon nach den ersten Metern ahne ich, dass dies nun ein absoluter Höllenritt wird.
Magnesium und Salztabletten bringen nichts, wenn man nicht genug trinkt und ich habe das Gefühl, dass ich dieses Defizit an Flüssigkeit auch während des Laufs nicht mehr ausgleichen kann.
Nach 8:38 Stunden war ich oben am Roque, nur 18 Minuten nach Plan, aber jetzt macht sich langsam der Gedanke breit, dass dieser Plan Geschichte wird.
Zur nächsten Verpflegungsstation sind es 10 Kilometer und 1200 Höhenmeter. 1:40 Stunden benötige ich für die Strecke in einer Mischung aus Wandern, krampfhaften Abstützen auf den Stöcken, springen und Laufen.
Die nächsten 1200 Höhenmeter verteilen sich auf nur 7,5 Kilometer, aber das macht die Sache nicht besser.
Nie habe ich mir einen Aufstieg sehnlicher gewünscht als jetzt, aber es geht nunmal nur noch bergab.
Am Kiosk in El Time wartet Sandra auf mich mit einer Cola.
Hier entsteht auch dieses Bild. Danke Schatzi! 😉
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Leider ist das keine Bewegungsunschärfe, denn gefühlt habe ich da gestanden.
Krampfhaft bahne ich mir den Weg Meter für Meter nach unten.
Die Strecke die am Donnerstag beim Vertical K überwunden wurde, laufen wir jetzt nach unten.
Ich laufe nicht, ich schwebe, denn man Körper ist nur noch eine leere Hülle dominiert von Krämpfen.
Wie gerne würde ich es hier laufen lassen, aber es geht nicht. Auch die wunderbare Aussicht auf Tazacorte ändert daran nichts.
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Dort unten ist die letzte Verpflegungsstation vor dem Ziel. Die Musik dröhnt nach oben und mit jedem Meter wird sie lauter.
Auch hier herrscht wieder Ausnahmezustand, denn hier finishen die Marathonis ihren Lauf. Dementsprechend gut gefüllt ist der Platz, aber leider schaffen es auch die motivierenden „Venga! Venga!“ Rufe der Zuschauer nicht, mich zum laufen zu bewegen.
1:27 Stunden habe ich für diese Etappe gebraucht und jetzt ist das Ziel schon fast zum greifen nahe. Noch einmal auffüllen was geht und dann geht es durch einen Duschtunnel auf die letzten 5 Kilometer nach Los Llanos.

Der lange Weg ins Ziel

Zunächst geht es durch ein ausgetrocknetes Flussbett, dass sich aufgrund der Temperaturen den Tag über auf gefühlte 1000 Grad aufgeheizt hat. Eigentlich ist es hier relativ flach, aber laufen kann ich nicht mehr. Liegt es an der Hitze, an dem was hinter mir liegt, an den Krämpfen oder an der Tatsache, dass dieses Flussbett nur aus Vulkansand besteht…ich weiß es nicht! Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem.
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Während ich mich noch frage, welches menschenverachtende A***loch sich dieses Stück ausgesucht hat ist es auch schon vorbei und es beginnt ein 300 Meter Anstieg, auf Asphalt, durch die Bananenplantagen.
Man hört im Vorfeld viel von diesem letzten Stück, nimmt die Erzählungen aber nicht wirklich ernst. Man muss es wohl erst erlebt haben um es zu verstehen und zu glauben.
Mit einem Schlag vergesse ich das Flussbett, denn jetzt habe ich ein neues Feindbild. Es geht also noch menschenverachtender. Die Hölle auf Erden hat einen Namen. Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Ich bin kurz vorm Durchdrehen.
Dann endlich, der blaue Radweg. Die lange Gerade ins Zentrum.
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Irgendwo dort hinten ist das Ziel. Eigentlich nur noch flach, ein flotter 2-Kilometer-Lauf auf der Straße, maximal 7 Minuten…aber nicht heute. Das werden die längsten zwei Kilometer meines Lebens aber es werden auch die zwei Kilometer, auf denen ich am meisten gefeiert werde.
Überall in den Kneipen und Bars am Straßenrand sitzen die Leute und jubeln den Läufern zu. Egal wie schnell oder langsam man ist, jeder wird hier gefeiert und klatscht mit den Zuschauern ab.
Es ist einfach unglaublich wie sich die Leute mit einem freuen, was sie teilweise für ein Strahlen im Gesicht haben…gigantisch. Hier lebt man echt dieses Event und spätestens jetzt weiß man, dass die Qualen der letzten Stunden nicht umsonst waren.

So endet also mein Transvulcania 2015 mit einem, von den Zuschauern motivierten, Zielsprint gefolgt von ziemlich ekelhaften Krämpfen, hervorgerufen durch meine raketenmäßige Beschleunigung auf den letzten Metern.

Mit 12:54 Stunden steht zwar die 12, aber mein Ziel 11:50 Stunden habe ich leider verfehlt. Dafür habe ich den Lauf einfach zu sehr unterschätzt und wurde in der sengenden Hitze eines Besseren belehrt.
Für die letzte Etappe habe ich 1:09 Stunden benötigt. So können sich 5 Kilometer zu einer Ewigkeit ziehen.
Beim nächsten Mal weiß ich worauf ich zu achten habe und dann ist sicher noch etwas mehr drin.
Tobi und Rupi sind auch gut angekommen; nur knapp hinter mir. Dafür sehen sie um einiges besser aus.
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Zufrieden bin ich trotzdem und missen möchte ich keine einzelne Sekunde des Laufs.
Man muss den Transvulcania einfach mal gelaufen sein um zu verstehen, was hier abgeht. Man kann viel lesen und sich viel erzählen lassen, aber richtig versteht man es erst, wenn man dabei war.

Für die WUSA’s (äußerst lesenswerter Bericht!) lief es leider nicht nach Plan. Klar ist die Enttäuschung in diesem Moment groß, gerade dann, wenn man im Vorfeld alles richtig gemacht hat und am entscheidenden Tag etwas nicht passt. Aber aus einem DNF kann man nur lernen und ich bin mir sicher, dass ihr wieder kommt und dann das Ding rockt.
Auf diesem Weg möchte ich euch auch noch ganz herzlich danken, denn ohne euch wäre ich nicht hierher gefahren. Ihr seid Schuld! Nur aufgrund eurer Erzählungen aus dem letzten Jahr bin ich hierher geflogen und ich habe es keine Minute bereut…danke euch!
Die Insel hat uns sicher nicht das letzte Mal gesehen, denn eine Rechnung haben wir jetzt alle noch offen.

Nächstes Jahr will dieser coole bärtige Typ auch den Ultramarathon laufen.
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Mal schauen, ob Rob nächstes Jahr so große Waden hat wie ich, oder ich einen so langen Bart wie er.

Hier geht es zu meinem Transvulcania-Move a.k.a. Ride this fucking volcano

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73 Gedanken zu „Transvulcania 2015“

  1. Awesome! Starkes rennen und ich glaube nächstes Jahr muss ich wirklich dabei sein. bei den ganzen tollen berichten freu ich mich jetzt schon!

    Was meinst du war die Ursache deiner Krämpfe? Zu wenig Elektrolyte? Zu wenig Wasser? Wieviel hast du denn ca. Getrunken in der Stunde?

    1. Danke dir Flo.
      Ich tippe es war das wenige Wasser auf dem Weg zum Pico de La Cruz. Davor habe ich immer gut getrunken, nur da wurde es am Ende knapp.
      An Jeder Verpflegungsstation waren es sicherlich 500-700ml und zwischendrin auch immer 500-900ml.

  2. Ein Monsterbericht zu einem Monsterlauf, ich gratuliere Dir von Herzen und zolle Dir den größten Respekt, auch wenn Du Dein Ziel verfehlt hast. Aber sengende Hitze und Staub gesättigte Luft sind nicht zu verachten und dazu noch eine ungenügende Wasserversorgung….Mann, Mann, Mann. Sei froh, dass Du gesund geblieben bist 🙂

    Salut und regenerier Dich ordentlich

    1. Danke dir Christian.
      Regeneration ist in vollem Gange, dauert aber, da ich doch ganz schön geschreddert bin! 😉

      Viele Grüße von der Insel

  3. Whow,
    was für ein geiler Bericht. Großartig geschrieben. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, was du durch gemacht hast. Ich hoffe, das ich es vielleicht auch noch mal schaffe, solche Sachen zu laufen.
    Gruß aus Düsseldorf,
    Andreas

    1. Danke dir Andreas.
      Ja, war echt ein Erlebnis, dass ich nur jedem empfehlen kann der sich das zutraut.
      Es ist hart, aber es lohnt sich!

      Viele Grüße

      Steve

  4. Ein super Bericht, man lebt und leidet mit 🙂
    Aber der Spruch des Tages von dir „die Spanier sind doch alle verrückt“
    Gratuliere nochmals, Hammer Leistung!!!

  5. Sehr genialer Bericht! Das mit dem vergeblichen Versuch am Roque, die Schuhe wieder anzuziehen hab ich ganz genau so erlebt. Da fiele mir auch noch was ein, was man besser machen könnte, nämlich den Sand schon in El Pilar aus den Schuhen zu kippen. Meine Zehen hätten es mir gedankt, so allerdings brauche ich jetzt jeden Morgen gefühlte 10min bis ich meine (Business-) Schuhe angezogen habe. Zumindest der grosse Zeh ist doch arg in Mittleidenschaft gezogen worden. Ausserdem glaube ich, dass momentan Gel in jeglicher Form zu einem sofortigen anaphylaktischen Schock führen würde. Ich habe insgesamt fast 1l Gel vertilgt und will das Zeugs nie wieder sehen 🙂 Wie auch schon im Jahr zuvor habe ich mir ganz fest vorgenommen, dass ich mir das nie wieder antun werde… Mal sehen, ob ich dabei bleibe..

    1. Danke dir Harald. Die Idee mit dem früheren Sockenwechsel ist super. Merke ich mir fürs nächste Jahr.
      1l Gel ist echt der Hammer…das könnte ich nicht.

      Erhole dich gut

      Viele Grüße aus Fuencaliente

  6. Danke für den anschaulichen und spannenden Bericht. Ich denke, jeder, der auch nur mal ’nen Stündchen locker unter der gnadenlosen Balearensonne gejoggt ist, kann in Ansätzen erahnen, was Ihr durchgemacht habt. Allergrößten Respekt dafür.

    ‚Schockierend‘ für mich allerdings dieser Satz:
    „Der Transvulcania startet mit einem Anstieg von insgesamt knapp 2000 Höhenmetern auf 17 Kilometer. Das ist nicht sonderlich steil“

    Was ist denn dann für Dich steil? Wenn Du auf allen vieren hochkrabbeln musst? 😉

    1. Hihi, danke dir Sebastian.
      Steile wäre es auf einer Distanz um die 10-12 Kilometer gewesen. So war es wirklich „moderat“ verglichen mit unseren Alpentrails!

  7. Lieber Steve,

    Noch einmal herzlichen Glückwunsch! Ein wirklich toller Bericht, der ein wenig nachempfinden lässt, was Du erlebt hast. Grandiose Bilder … Und der Zieleinlauf lässt einen emotional schlucken. Ob ich mir so etwas antun würde? Ich weiß es nicht. Vermutlich muss man es ausprobieren, um zu wissen …

    Gute Regeneration. Aber vermutlich kannst Du schon wieder ganz gut gehen und zumindest ein wenig laufen.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    1. Hallo Rainer,

      danke dir. Laufen fällt mir noch sehr schwer. Gefühlt ist die Wadenmuskulatur 25cm kürzer. Es dauert bis der Apparat halbwegs in Bewegung kommt.
      Aber es wird und ich bin guter Dinge, dass es zum Ende der Woche wieder normal läuft.

      Schaun mer mal

      Viele Grüße

      Steve

  8. Video 2 🙂 🙂 🙂 Genau das macht dich so sympathisch 🙂
    Toller Bericht. Auch wenn der Lauf eh schon ganz oben auf der Liste steht, ist er jetzt noch ein wenig weiter vorgerückt 🙂
    Meinen Glückwunsch noch einmal!

  9. Hallo Steve,

    wieder mal sehr geil geschrieben. Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg und Respekt zu dieser Hitzeschlacht! zumal es bisher ja nicht wirklich möglich war bei uns die Hitze zu trainieren. Hut ab

        1. Servus Bert,

          ja, es wurde der RaceUltra 270 und ich bereue die Wahl nicht. Kurz nach mir kam ein weiterer Läufer mit dem gleichen Schuh ins Ziel.
          Die kommenden Tage gibt es den Testbericht zum Schuh.

          Viele Grüße

          Steve

  10. Herzlichen Glückwunsch für deinen Erfolg.
    Warum hat es nicht mit den 11′ 50 “ geklappt?
    An dieser Stelle hat dir dein Körper gesagt was du machen solltest und du hattest gezweifelt:
    An einer kleinen Berghütte wird Wasser ausgeschenkt. Keine offizielle Station, aber ich nutze trotzdem die Gelegenheit 500ml aufzufüllen. Zuerst hadere ich mit mir, denn es dauert ein bisschen da hier viel los ist und nur drei Leute Wasser ausschenken, aber es kann sicher nicht schaden genug Wasser dabei zu haben.
    Dann bist du in den Fight or Flight Modus gefallen (Stress):
    „Die Uhr piept Kilometer für Kilometer und langsam müsste man schon die Verpflegungsstelle sehen, aber hinter jedem Gipfel auf dem ich sie vermute, hinter jeder Kurve nach der ich mir sie ersehen, geht es weiter und ich erkenne in der Ferne die Läufer auf den Trails, sehe aber keine Verpflegungsstation. (Angst, Stress)
    In einem kurzen Waldstück gibt es eine innoffizielle Station an der Apfelstücke verteilt werden. Hier gab es im letzten Jahr wohl auch Getränke, allerdings nicht in diesem Jahr. Das wurde zwar im Vorfeld angekündigt, aber es rechneten doch viele Läufer mit einer Möglichkeit das Wasser aufzufüllen und so wird im Nachhinein die Zahl der DNF’s auf diesem Abschnitt wohl am höchsten sein.
    Ich hätte mir hier auch etwas Wasser gewünscht, denn so langsam wird es eng und ich ersehne mir endlich diesen verdammten Pico de La Cruz herbei, aber er kommt und kommt nicht.
    Die Kraft schwindet und ich merke langsam wie sich die fehlende Flüssigkeit auf die Leistung auswirkt.“
    Das hat dir deine Energie genommen. Zweifel, Angst
    Fight or Flight. Was heisst das für den Körper?
    Die Verdauung hört auf zu arbeiten, weil die ganze Energie für das Kämpfen oder Flüchten gebraucht wird.
    Du brauchst nicht zu kämpfen oder flüchten.
    Dein Ziel ist es, lebendige Berichte zu schreiben mit ganz tollen Bildern.
    Höre auf deine innerliche Stimme.
    Chapeau
    Papa

    1. Danke dir Papa!
      Ja, das Wasser war wohl der ausschlaggebende Punkt.
      Beim nächsten Mal weiß ich Bescheid. 😉
      Man lernt mit jedem Lauf seinen Körper besser kennen.
      Eine tolle Entdeckungsreise

  11. Bericht entspricht den Tatsachen!
    1A Déjà-Vu an 2014
    Sand und Hitze und die trockene Landschaft machen diesen Lauf so schwer.
    Gute Erholung

  12. ich habe die Tage auf irgend einen Posting von dir ein Kommentar gelesen, wie man es besser nicht ausdrücken könnte …

    „Du bist ein sau geiles Stück DNA“

    ich wandel das dann gleich mal in #StevegeilesStückDNA

    Vielen vielen Dank für den Bericht und somit der Teilhabe an deinem Run, allem voran RESPEKT vor dieser Leistung.

    Steak ist verdient 😉

  13. Hi Steve mein Glueckwunsch zur super Leistung.
    Ich habe mal eine dumme Frage ?
    Wie und wo hast du dich fuer den Lauf angemeldet?
    Benoetigt man ein Leistungsnachweis?
    Kennst Du den Swissalpine ( K78), und kann man die beiden Laufe miteinander vergleichen? Von der topografie her .
    Was muesste man im training deiner meinung noch beachten?
    Ich danke dir fuer den Einblick in deine Laeuferwelt ,und Gratuliere Dir zu dieser HERRAUSRAGENDEN LEISTUNG.
    Gruss Mike

    1. Danke dir Mike und willkommen auf meinem Blog!

      Angemeldet habe ich mich über die offizielle Seite, aber das kostet viel Zeit und Nerven, denn die Seit ist katastrophal schlecht.
      Man benötigt den Nachweis über einen gelaufenen Ultra in den letzten 12 (oder 18) Monaten.
      Den Swissalpine kenne ich bisher noch nicht.
      Viele unterschätzen den Transvulcania, denn die Steigung von 4200 Höhenmeter verteilt sich nicht auf 73 Kilometer, sondern nur auf knapp 50, da es danach fast nur noch bergab geht. Hinzu kommen dieser elende Vulkansand und die Hitze. Es ist schon etwas ganz besonderes. Lange Anstiege und Downhills sollte man im Vorfeld versuchen zu trainieren, denn gerade die finalen 2000 Höhenmeter sind technisch zwar nicht so anspruchsvoll, aber die Oberschenkel sind zu diesem Zeitpunkt schon verdammt matschig und dann geht es nochmal 2000Hm nach unten…Aua!

      Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.

      Wenn du noch Fragen hast, dann immer her damit

      Viele Grüße

      Steve

  14. Toller Bericht, danke ganz herzlich! Ich laufe zwar nicht, verpflege aber. Wir wollen im kommenden Jahr so eine Art „Runner`s Hostel“ machen, für bis zu 12 Personen perfekt geeignet, mehr Infos auf der Website. Bin seit 27 Jahren auf der Insel und deshalb Insider. Bei Interesse bitte einfach melden.

  15. Supertoller Bericht, Steve, und gigantische Leistung. Wenn wir das lesen, wissen wir wieder, warum wir gerade DICH ins Team für unser Laufbuch geholt haben: Wel Du laufen + schreiben + fotografieren kannst – und außerdem ein geiler Typ bist 🙂
    Michael und Brigitte

  16. Herzlichen Glückwunsch zu der tollen Leistung! Distanz, Höhenmeter, Sand und Hitze sind erfurchterweckend!
    Danke auch für den Bericht. Ich muss sagen, dass es mir etwas voll scheint. Das Video von der Mitte ist ja grausig – was machen die alle da entlang der Strecke?? Dir scheint es aber ja gefallen zu haben.

    Herzlichen Gruß!

    1. Danke dir!

      Voll war es nur auf dem ersten Teilstück, danach hat sich das Feld gut auseinandergezogen.
      Das Video in der Mitte war kurz vor der Verpflegungsstation und die Leute sind Zuschauer die dort an der Strecke stehen. Die ganze Insel lebt den Lauf; da ist jeder auf den Beinen.
      Eine echt geniale Sache

      Viele Grüße

  17. Lieber Steve, spät, aber nicht zu spät schleppe ich mich mit meinen Gehhilfen auf deinen Blog, grandioses Abenteuer, mit allem, was das ♥ begehrt und vor allem gnadenloser Hitze, du hast es geschafft, das nimmt dir keiner, auch nicht die überwältigenden Gefühle, wenn man ins Ziel glücklich und fix und fertig einläuft . Super – Glückwunsch !! Und gute Erholung ! 😎

  18. Hi Steve.
    Hat etwas gedauert bis ich Zeit hatte diesen genialen Bericht zu lesen…
    Scheint ja eine ziemliche Schinderei zu sein dieses Läufchen 🙂
    Auf dem Foto deiner Freundin kann man ganz gut nachvollziehen wie du dich da gefühlt haben musst. Schaut nicht angenehm aus 🙂
    Aber mal ehrlich, 2000hm auf 17km als nicht sonderlich steil zu bezeichnen… ich glaube du warst zu lange in der Sonne auf La Palma 🙂 Hihi!
    Erhol dich gut!
    lg Andi

    1. Hihi…danke Andi!
      Der Hochstaufen ist steil; da sind es 1000Hm auf 5km. Im Vergleich war der erste Anstieg eher flach, aber dank des Vulkansandes wurde es dann gefühlt 1000x steiler als der Hochstaufen! 😉
      Runter war es dann etwas mühsam, aber das Gefühl im Ziel hat für jede noch so kleine Qual entschädigt.

      Viele Grüße

      Steve

  19. Ich bin spät dran, aber so einen Bericht ließt man nicht zwischen Tür und Angel. Jeder Buchstabe hat sich gelohnt. Ich LESE ja gerne von solchen Qualen :mrgreen:

    20 Jahre ist es her, dass ich auf der Insel war. Da muß ich wieder hin. Muß ja nicht gleich wegen der Transvulcania sein 😉

    Ich hoffe, Du hast Dich schon wieder einigermaßen erholt.

    LG Volker

    1. Danke dir Volker!
      Es hat ein paar Tage gedauert, aber mittlerweile läuft es wieder! 😉

      Es gibt beim Transvulcania auch kürzere Strecken…also sehen wir uns nächstes Jahr oder?

      Viele Grüße

      Steve

      1. Ne, Steve, das lass mal, ich habe mir schon an den Trierer Hügeln die Zähne ausgebissen 😯

        So eine verf—- Sch—- traue ich mir im Moment auch auf einer kürzen Strecke nicht zu.

        Aber ich lese im kommenden Jahr wieder gerne von Deiner Revanche 😀

  20. Bravourös! Gratulation auch nochmal von meiner Seite! Echt ein steiles Teil der Lauf – dabei „gekrart“ zu werden ist einfach nur cool 😉
    Habe aus aktuellem Anlass deinen ZUT 2014 Bericht gelesen – bist du dieses Jahr auch wieder dabei?

  21. Großer Gott, was hast du dir da angetan. Also bevor ich mich zu diesem Lauf überreden lasse, müsste einiges passieren. Respekt, wie du dich ins Ziel gekämpft hast.

  22. Hi Steve,
    ganz starker Bericht und tolle Leistung!
    Bin großer La Palma Fan (bisher dort aber mehr MTB gefahren und nur seltener gelaufen) und gerade letzte Woche von meinem 14-tägigen Family-Urlaub dort zurückgekommen. Diesmal habe ich neben ein bisschen Rennradfahren das „Projekt TRV 2016“ vorbereitet und bin die gesamt Strecke des Rennens in 5 Einzel-(Wende-)punktstrecken abgelaufen.
    Fazit: mega-schöne Strecke, aber wirklich viel härter als man von den reinen Fakten ableiten könnte – Sand, Hitze und Wind hat man halt im Bayerwald oder den Alpen eher seltener.
    Und der Downhill vom Roque ist selbst mit ausgeruhen Beinen die Härte; will gar nicht wissen wie sich das nach 9-10h Rennen anfühlt!
    Aber egal: bin für nächstes Jahr gemeldet und freue mich schon jetzt drauf – auch wenn das tendenziell sehr hart wird; aber das wollen wir ja so:-)
    Vielleicht sieht man sich – bist Du nochmal dabei?
    VG aus Regensburg
    Marc
    PS: wir hatten uns übrigens mal kurz beim Revierguide München getroffen

    1. Servus Marc,

      ja, La Palma ist eine coole Insel und ich denke, ich bin nächstes Jahr auch wieder dort.
      Auf dem Plan steht es zumindest und eigentlich habe ich ja noch eine kleinen Rechnung offen. 😉

      Vielleicht sieht man sich ja.

      Viele Grüße

      Steve

      1. Können uns ja dann im Vorfeld nochmal kurz schliessen.
        Hätte noch ne Frage: wie viel Zeit lässt man eigentlich beim Start im Mittelfeld staubedingt auf der ersten Steigung vom Faro nach Los Canarios?
        Wünsche Dir noch einen schönen Herbst! Werde noch die Transruinaulta/Transviamala laufen.
        Viele Grüsse
        Marc

        1. Puh, das ist schwer zu sagen.
          Das hängt echt davon ab, wie schnell man überholen kann und wie viel Kraft man bereit ist aufzuwenden, wenn man abseits des Weges im Vulkangestein/Vulkansand läuft. Im Mittelfeld würde ich mal sagen zwischen 15 und 25 Minuten. Je weiter hinten, desto mehr natürlich.
          Auf der anderen Seite geht man die Sache so etwas langsamer an und schont sich für spätere Abschnitte.
          Es lässt sich also nicht wirklich ausmachen was besser ist.

          Viele Grüße und viel Spaß beim Transruinaulta/Transviamala

          Steve

  23. Hallo, vielen Dank für deinen Bericht, sehr interessant !!

    Ich kannte diesen deutschen Spruch „eines Besseren belehrt werden“ nicht… es sieht so aus, dass ich, in 17 Tagen, dies in der Praxis total lernen werde, oje…

    1. Hallo Luis und willkommen auf meinem Blog!

      Viel Spaß auf La Palma. Das wird garantiert ein unvergessliches Erlebnis.
      Erzähl ruhig wie es war wenn du wieder da bist. Würde mich interessieren.

      Viele Grüße

      Steve

      1. OK, wenn ich überlebe mache ich’s ! 🙂 Als Hobby-Fotograf werde ich auch versuchen, Fotos zu machen. Dies, bis die Kraft total ausgeht und man nicht einmal darüber klar denken kann, ein gutes Foto zu machen.
        Folge Dir in instagram !
        Viele Grüsse !
        Luis.

          1. Brutal !
            Ich hätte „vorher“ nie gedacht dass meine schlechteste Platzierung in einem Rennen (1244 aus 1356 finishers) mir die grösste Freude meiner „Karriere“ bringen würde. Egal die fast 15:30 Stunden (hatte um die 14 vorgesehen), wenn man dafür ein „tiefes Lebens-Erlebnis“ gespürt hat. Ich dachte: ich bin ja Kanare, ich war schon auf La Palma, ich weiss schon dass normalerweise die Leute sehr freundlich sind. Und ich habe so viele Berichte der Transvulcania gelesen, so viele Videos… nichts kann mich wirklich überraschen… falsch!
            Zum Beispiel: Ich komme am Roque de Los Muchachos nur 35 Min. vor cutoff Zeit. Ich sitze dort für eine halbe Stunde und zittere die ganze Zeit (dieses Jahr war es viel kühler). Ein Volontär begleitet mich, er erwähnt die Möglichkeit des Ausschieds, was ich nicht ausschliesse . Nach dieser halben Stunde stehe ich auf und fühle mich unerwartet relativ gut. Ich mach weiter. Der Volontär sagt zu mir: „Hey, ich bin sicher du schaffst es, ich werde dich am Ziel jubeln, wenn du ankommst.“ Ich antworte „Danke, sehr nett von dir“. Natürlich hat er dies nur gesagt, um mir ein bisschen ‚mentale Kraft‘ zu geben…nett.
            Mehr als vier Stunden später und ca. 2100 Meter tiefer konnte ich auf den Fahrradweg in Los Llanos laufen. Es ist schon Nacht. Am Ziel gibt es noch, typisch Transvulcania, viele Leute, die Stimmung ist der Hammer. Die letzten 80 Meter laufe ich super schnell, voll in Euphorie. Plötzlich höre ich an einer Seite die Stimme des Volontärs von El Roque. Er schreit zu mir „¡Te lo djie !“ (das beduetet wie: Na, siehst Du ? Ich hab’s dir schon gesagt).
            Irre.

          2. Geil…Gänsehaut!

            Danke für deinen Kommentar Luis und natürlich Glückwunsch zum Finish.
            Ich erlaub mir mal deinen Kommentar auf Facebook zu posten…geiles Erlebnis!

            Ja, mich hat der Transvulcania auch nicht zum letzten Mal gesehen…und dich sicher auch nicht.

            Viele Grüße

            Steve

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