Hochstaufen – Freud und Leid

Nach den beiden PB’s beim Salzburg Trailrunning Festival wird es mal wieder Zeit für einen neuen Versuch am Hochstaufen.
Noch immer möchte ich meine persönliche Schallmauer von weniger als 60 Minuten durchbrechen und noch immer steht die Zeit vom 21.07.2013.
Die Zeit ist zwar schon über zwei Jahre alt aber sie steht immer noch wie ein Fels in der Brandung und ich beiße mir seitdem die Zähne daran aus.
38 Sekunden haben damals gefehlt und genau diesen 38 Sekunden will ich heute an den Kragen.

In der Hoffnung die Schuhe werden es schon richten, kommen heute die gleichen Schuhe wie damals zum Einsatz.
Ein Blick auf die Webcam am Funtenseetauern verspricht bestes Wetter, denn auch der Hochstaufen ragt aus dieser dichten Wolkensuppe heraus.
Also, nix wie rauf auf den Berg und ran an die Bestzeit.

Die Beine fühlen sich gut an und ich fühle mich auch gut. Beste Voraussetzungen.
Regelmäßige Blicke auf die Uhr verraten, dass ich gut in der Zeit liege. Knapp 200 Höhenmeter in 10 Minuten ist der Schnitt und es läuft gut.
Am Bankerl komme ich nach 30 Minuten an. Damit liege ich zwar knapp über meiner Wunschzeit, aber es ist noch alles drin. Außerdem laufe ich ab jetzt in der Sonne, habe die Wolkenwand durchbrochen und hoffe, dass mir das einen zusätzlichen Boost gibt.
Aber zunächst werden die Beine schwerer und ich laufe gefühlt gegen eine Wand. Es dauert ein bisschen bis ich wieder in Schwung komme, aber dann geht es wieder gut weiter.
Den Abzweig zum Mittelstaufen erreiche ich nach 50 Minuten. Ich weiß nicht, ob 50 oder 48 Minuten meine Zielzeit waren, hoffe auf 50 und laufe weiter.
Nun folgt das flachste Stück, dass sich immer wie Kaugummi zieht. Man meint schon fast da zu sein, aber dann taucht der Gipfel erst in scheinbar unerreichbarer Ferne auf.
Wieder kann ich es nicht einschätzen wie ich in der Zeit liege und wieder dauert es eine Ewigkeit bis ich endlich das Reichenhaller Haus erblicke.
Ein kurzer Blick auf die Uhr…das wars. Zu langsam!
Die 60 Minuten sind um und am Gipfel bin ich noch nicht angekommen.

Es dauert noch vier Minuten bis ich das Ziel erreiche. Die Uhr stoppt bei 1:04:04.
Immer noch eine super Zeit, meine drittbeste überhaupt, aber es fühlt sich an wie eine Ewigkeit.

Aber, die Aussicht, die Wolkendecke, diese besondere Stimmung hier oben, entschädigt für das verfehlte Ziel.
Wieder einmal wird mir klar: Egal wie schnell oder langsam man unterwegs ist, jeder Lauf in den Bergen ist ein guter Lauf.

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Hier geht es zum Move über den Wolken!

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