New Balance Leadville V3

Der Schuh den New Balance in der ersten Version als 1210 bezeichnet hat, geht jetzt als Leadville V3 in die 3. Generation.
Der Namen der beim 1210 lediglich ein Zusatz war, rückt jetzt stärker in den Fokus dieses Langstreckenschuhs.
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Der Komfort für die richtig langen Kanten soll beim Leadville V3 durch die N2 Dämpfungstechnologie im Vorfußbereich erreicht werden. Diese Technologie soll für eine langlebige Dämpfung sorgen, die sich zudem nach der Belastung wieder schnell zurückstellt. Die durchgehende REVlite-Zwischensohle sorgt für die nötige Dämpfung im restlichen Teil des Fußes. Die gesamte Dämpfung zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht aus. Schuhe mit vergleichbarer Dämpfung weißen angeblich ein bis zu 30% höheres Gewicht auf.
Die Sprengung von 8mm setzt sich zusammen aus 28mm Fersenhöhe und 20mm Vorfußhöhe. Der Leadville V3 ist damit rund 8mm höher als der 1210.
Das im Obermaterial verarbeitet Mesh soll, dank der Strapazierfähigkeit, gerade für die langen Kanten die erste Wahl sein. Die verstärkte Zehenkappe sorgt für den nötigen Schutz auch nach mehrmaligem Felskontakt.
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New Balance ist der Sohlenkonstruktion treu geblieben und vertraut auf eine Vibramsohle mit Stollen, die im vorderen Bereich entgegengesetzt der Stollen im hinteren Bereich angeordnet sind, um im Uphill und Downhill besten Grip zu gewährleisten.
Wie schon bei vielen anderen neuen Modellen von New Balance, kommen auch beim Leadville V3 die gewellten Schnürsenkel zum Einsatz, die ein selbstständiges Öffnen verhindern sollen.

Der Leadville V3 und der Ultra

Rein von den technischen Daten her unterscheidet sich der V3 kaum von der ersten Version und so fühlt sich der Schuh auch genauso genial am Fuß an wie damals. Weich und komfortabel, mit einem sanften Aufdruck und noch recht flexiblem Abrollverhalten.
Klar, genau wie der Vorgänger, so ist auch der Leadville V3 kein Schuh für ein schnelles und steiles Bergrennen, sondern ein Schuh für die langen Distanzen; wie eben Leadville.
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Dank der Vibram-Außensohle macht man mit dem Leadville V3 auch im alpinen und technischen Gelände nicht Halt, denn die Sohle bietet optimalen Grip auf allen Untergründen. Vibram steht hier, wie bei den Wanderschuhen und bei vielen anderen Trailschuhen auch, für sicheren und festen Halt auf fast allen Untergründen, in fast allen Lebenslagen.

Trotz der höheren Dämpfung, ist der Leadville V3 immer noch sehr homogen gedämpft und man hat genügend Kontrolle über den Fuß und noch ein recht gutes Gefühl für den Untergrund. Kein schwammiges Gefühl, kein Gewackel.

Beim Lavaredo Ultra Trail lag der Leadville bei der Hälfte der Strecke in meinem Drop-Bag. Nach 60 Kilometern die Schuhe zu wechseln kann gut gehen, muss es aber nicht. In diesem Fall war es die absolut richtige Entscheidung. Nach dem Wechsel ging es mit dem V3 wie auf Schienen weiter durch die Dolomiten. Selbst im finalen Downhill, als Regen die Trails in schlammige Rutschbahnen verwandelte, dichte Wurzeln den steilen Abstieg sehr anspruchsvoll machten und der Körper nach fast 20 Stunden schon deutlich geschwächt war, lief es mit dem Leadville V3 wunderbar. Eine bessere Wahl hätte ich nicht treffen können. Die Sohle hat wunderbar zugepackt und ich konnte auf den letzten Kilometern noch einige Plätze gut machen und sogar für einen Schlussspurt waren die Schuhe zu gebrauchen.

Der Leadville V3 ist ein würdiger Nachfolger für den 1210. Ich wüsste zum jetzigen Zeitpunkt nicht, was man an diesem Schuh noch besser machen kann. Ich bin rundum zufrieden und werde mir wohl zur Sicherheit noch einen auf Reserve ins Regal legen, denn die nächsten Ultras warten schon und der Leadville V3 ist bereit!

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13 Gedanken zu „New Balance Leadville V3“

  1. Klingt sehr sehr gut. Mit dem liebäugle ich auch schon ne Weile; es gibt aber leider keinen Laden hier in der Nähe der ihn führt weswegen ich ihn bestellen müsste und da fehlen mir bisher die größentechnischen Anhaltspunkte. In welcher Größe läufst Du denn den Leadville und zum Vergleich in welcher Größe den Inov-8 Race Ultra 270?

    1. Also den Leadville laufe ich in 45 und den RaceUltra in 45,5.
      Der RaceUltra sitzt dabei aber etwas lockerer als der Leadville…was mir aber sehr gut passt.
      Wenn bei dir also der RaceUltra eng anliegt, dann nimm den Leadville in der gleichen Größe.

      Hoffe ich konnte helfen.

  2. Ja das ist ein guter Anhaltspunkt. Danke! Den Race Ultra habe ich in 10,5UK; auf kurzen Strecken im flachen Gelände passt er perfekt jedoch auf längeren Distanzen mit viel Downhill laufe ich mir mit schöner Regelmäßigkeit Blasen und blutige Zehen am rechten Fuß. Mag am steiferen Obermaterial liegen weil mit der selben Größe hatte ich beim Trailroc keinerlei Probleme; war der perfekte Schuh nur eben nicht für lange Distanzen.
    Denke ich werde mir mal 10,5UK und 11UK vom Leadville bestellen. Wobei auch der TrailTalon sowie der LaSportiva Akasha mit in der „Verlosung“ sind. Alles drei Schuhe für längere Distanzen deren Sohlen eigentlich mit den meisten Witterungen zurechtkommen sollten laut Berichten. Gut einzig der TrailTalon soll ja unter regnerischen Bedingungen eher schwächeln. Naja mal schauen welcher davon nun für meine Füße am besten passt.

      1. argh, ist der so stark vergriffen…krass!
        Der Akasha ist auch gut, aber meiner Meinung nach nicht so gut wie der Leadville V3.
        Den Trailtalon kenne ich bisher noch nicht; vom Race Ultra 270 war ich aber auch ziemlich begeistert.

        1. Das mit dem Vergriffen liegt aber wohl auch daran dass der v3 im aktuellen New Balance Katalog gar nicht mehr geführt ist. Ich war hier mal in nem Laden und da war er nur im vorhergehenden zu finden. Scheint als ob der Schuh zumindest in Deutschland eingestellt würde.
          Und ein weitere Fun Fact du hast ja die rot/schwarzen Leadville; selbige sind ein paar Gramm schwerer als die schwarz/orangen. 😉 Für den Fall dass wer noch ein paar Gramm einsparen will beim Schuh. Hatte mich nur gewundert weil bei nem Online Versender die Schuhe jeweils gewogen wurden ( red/black 294g black/orange 278g).
          Aber ich werde mir jetzt einfach mal zwei Größen vom Leadville bestellen und hoffen dass eine davon dann überhaupt passt. Weil ansonsten iss die Auswahl an Schuhen für lange Strecken echt überschaubar und das Leadville Gesamtpaket schaut noch am besten aus.
          Und Trailtalon werd ich mir auch holen früher oder später aber vom RaceUltra bin ich nach anfänglicher Begeisterung so gar nicht überzeugt. a) die Passform und das Blaselaufen (was aber auch an ner halben Nummer zu klein liegen kann) b) der Grip auf nassem schluffigem lehmigen Untergrund. Ich bin an einer Stelle auf allen Vieren hoch und immer noch runtergerutscht. Und speziell letzter Punkt scheint auch auf den Trailtalon zuzutreffen laut Ian Corless seinem Review wo er meint der Trailtalon wäre das Mittel seiner Wahl unter trockenen Bedingungen. c) die Dämpfung ist auch eher Halbsaiten je länger die Strecke wird.
          Naja jetzt erstmal den Leadville bestellen und auf ein Passen hoffen. 😉

          1. Ich drücke dir die Daumen das er passt.
            Mal schauen ob ich was rausbekomme, ob NB ihn wirklich schon aus dem Sortiment genommen hat. Wäre echt schade

  3. Hallo Steve,

    erstmal vielen Dank für Deine Testberichte!!! Laufe aktuell v.a. den Salomon Sense Pro 2 und bin, bis auf dem Grip bei nassen/matschigen Bedingungen, sehr zufrieden.

    Auf jeden Fall will ich auch den Leadville testen. Wie fällt den der Schuh im Vergleich zum Sense Pro 2 aus?

    Freue mich auf Deine Rückmeldung! VG Stefan

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