La Sportiva Akasha

Mit dem Akasha bringt La Sportiva einen Schuh auf den Markt, bei dem die Dämpfung im Vordergrund steht. Schnell wird klar, dass dieses Modell der Italiener speziell für die längeren Strecken konzipiert wurde.
Der Akasha besitzt eine breite Passform und einen weichen und zugleich atmungsaktiven Schaft der durch seine Slip-On Konstruktion Druckstellen während des Laufens vermeiden soll. Im vorderen Bereich des Schuhs soll die Dynamic ProTechTion Technologie dem Fuß den nötigen Schutz bieten und ihn zugleich fest umschließen.
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An der Unterseite des Akasha kommt eine FriXion XT Sohle zum Einsatz, die mit einer zweifachen Gummimischung für den nötigen Grip sorgen soll. Das Trail Rocker System soll zudem der natürlichen Bewegung „äußere Ferse – innere Fußspitze“ während des Laufens folgen und so für einen höheren Komfort sorgen.
Im Bereich der Zwischensohle kommen eingespritztes EVA und eine Cushion Plattform zum Einsatz. Durch diese Kombination soll die Dämpfung erhöht werden und das eingespritzte EVA soll gegenüber der komprimierten Version wesentlich bessere Eigenschaften aufweisen.
Auch das herausnehmbare Fußbett, die Innensohle, ist vollständig auf den langen Einsatz ausgelegt und soll mit einer Dicke von 5mm für zusätzliche Komfort auf den langen Kanten sorgen. Die Sprengung von 6mm ergibt sich aus einer Fersenhöhe von 26mm und einer Vorfußhöhe von 20mm.
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Der Akasha in freier Wildbahn

Der erste Anblick und auch das erste Hineinschlupfen in den Akasha machen mich doch etwas stutzig. Irgendwie fehlt mir die Bissigkeit in diesem Schuh, das gewisse Etwas. Es lässt sich schwer erklären, aber wir werden zunächst nicht richtig warm.
Der Schuh wirkt anfangs schwerfällig und klobig; nicht reaktionsfreudig. Er wirkt mehr wie ein bequemer Hausschuh und so richtig kann ich mir nicht vorstellen mit ihm über die Trails zu fegen.
Die ersten Testläufe überzeugen mich nicht, wenngleich der Grip, die Verarbeitung und die Passform echt wunderbar sind und ich diesbezüglich nichts zu meckern habe.
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Aber je länger ich den Akasha laufe, desto mehr gefällt er mir. Die Dämpfung ist echt sehr ausgeprägt und sorgt dafür, dass der Schuh genau das ist, was man sich auf langen Kanten wünscht. Da er etwas leichter und flexibler ist als der Ultra Raptor ist er in diesem Segment ein ganz klarer Nachfolger den die Italiener hier ins Rennen schicken.
Der Akasha ist kein Schuh für die schnellen Runden, denn da fehlen ihm eindeutig etwas mehr Lauffreude und Dynamik. Für schnelle Runden ist er mir ein Stück zu schwer und einfach nicht die richtige Wahl. Dennoch sorgen seine 6mm Sprengung dafür, dass man die Dynamik nicht gänzlich verliert.
Sobald es aber länger wird oder man mal eine regenerative Runde laufen möchte, dann ist der Akasha eindeutig eine sehr gute Wahl, denn dann spielt er seine Stärken aus.
Die äußerst homogene Dämpfung, das weiche Fußbett sowie die geschmeidige und weiche Passform des Schafts machen ganz klar deutlich, dass der Akasha im Ultra-Segment zu Hause ist.
Die Sohle sorgt mit ihrem sehr guten Grip auf den verschiedensten Untergründen dafür, dass man diesen Schuh universell auf fast allen Untergründen einsetzen kann.
Die gleiche Gummimischung kommt übrigens auch beim Bushido zum Einsatz, der mir als Nachfolger des C-Lite 2.0 schon beste Dienste geleistet hat.
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Die Schnürung könnte noch etwas direkter sein, denn ich finde sie stellenweise etwas zu weich und würde mir etwas mehr Zug nach unten wünschen.

Der Akasha ist echt ein toller Schuh, den ich anfangs deutlich unterschätzt habe und erst im Laufe der Zeit lieben gelernt habe. Er ist ein würdiger Nachfolger des Ultra Raptor mit der zupackenden Sohle des Bushido.
Eine gelungene Kombination!

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2 Gedanken zu „La Sportiva Akasha“

  1. Ich habe den Schuh auch kürzlich getestet und kam auf ähnliche Ergebnisse. Ich bin mal gespannt wie er sich kommende Saison auf alpinen Wegen schlägt. Ich glaube da kann er in puncto Protection auch nochmal Punkten. Bei dir kam er ja da bestimmt schon zum Einsatz. VG Eric

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