Kleine Reibn

Es wird mal wieder Zeit für einen der Klassiker in den Berchtesgadener Alpen – Zeit für die Kleine Reibn.
Die klassische Kleine Reibn bin ich schon lange nicht mehr gelaufen. Die letzten Male war es immer eine Extended Version, aber heute soll es die Klassische Runde werden…oder doch wieder extended?

Der Umwelt zu Liebe und für die Laufstatistik starte ich unten am Parkplatz Königssee und nicht oben am Parkplatz Hinterbrand an der Mittelstation der Jennerbahn. Somit kommen ein paar Kilometer und Höhenmeter mehr zusammen.

11:00 Uhr und die Sonne brennt. Der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Genau so muss es sein…wunderbar!
Es geht klassisch über den Hochbahnweg, zunächst hinauf zur Königsbachalm. Die Beine sind heute immer noch etwas schwer, aber das schöne Wetter treibt mich nach oben und ein Stück oberhalb der Alm gibt es das traditionelle und obligatorische Foto, das ich hier eigentlich immer mache.

Ein Drittel des Anstiegs müsste ich nun hinter mir haben und es geht weiter hinauf zum Schneibsteinhaus und Carl-von-Stahl-Haus.
Ab dem Stahlhaus beginnt dann endlich der schönere Teil der Kleinen Reibn. Runter von der Forststraße und rauf auf den Trail. Jetzt geht die Party richtig los!
Den Schneibstein fest im Blick und das Hohe Brett im Rücken.

Es gibt definitiv hässlichere Orte und ödere Trails. Einfach genial wenn man zur Mittagszeit an einem Werktag, außerhalb der bayerischen Ferien hier unterwegs ist. Es ist gefühlt nichts los. Nur ein paar Wanderer kommen mir entgegen und ein paar überhole ich auf dem Weg zum Gipfel.

Meter für Meter geht es nach oben und mal sieht man den Gipfelbereichs des Schneibsteins und mal sieht man nur seine langgezogene Schulter die den Gipfel nicht mal ansatzweise erahnen lässt. Dafür ändert sich das Panorama von Minute zu Minute und spornt weiter an. Da kommt schnell das Kleine-Reibn-Feeling auf!

Nach knapp zwei Stunden komme ich am Gipfel an und gönne mir erst einmal eine Pause. Einfach herrlich hier oben und heute, ohne Trubel, bei bestem Wetter, ist es gleich noch viel gigantischer.
So „spät“ war ich noch nie hier oben. Normal bin ich immer ganz früh am Morgen hier, aber in der Mittagszeit ist das heute Premiere.

In der Ferne erkenne ich einen kleinen Steinbock der sich auf einem grünen Anstieg nach oben grast.
Die markanten Gipfel der Berchtesgadener Alpen reihen sich um mich herum auf und animieren mich irgendwann weiter zu laufen…hinein in die Bergwelt.
Aber was wäre ein Besuch des Schneibsteins, was wäre die Kleine Reibn, das Hagengebirge, ohne Steinbock-Foto.

Auf dem Trail Richtung Seeleinsee geht es weiter. Vorbei an der Windscharte, unterhalb des Windschartenkopfs, geht es auf einem Traumtrail durch das Hagengebirge.
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Kleine Reibn liebe?

Nächster Halt, Seeleinsee, der heute sogar ordentlich Wasser führt. Mit Blick auf den See glaubt man garnicht, dass es auch schon Tage gab an denen der See komplett trocken war.

Ich beschließe die Kleine Reibn nicht noch weiter zu extenden und spare mir den Aufstieg aufs Hochgschirr und den Bogen über die Gotzenalm.
So biege ich an der Kreuzung in den Stiergraben ein und mache mich an den Downhill hinunter zur Priesbergalm.
Über die Brennhütte geht es weiter zur Königsbachalm und über den Hochbahnweg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Eine geniale Runde, die sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat.
Ein Ausflug ins Hagengebirge lohnt sich einfach immer…traumhaft!

Hier geht es zum Keine-Reibn-Move!

4 Gedanken zu „Kleine Reibn“

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