Was geht ab?

Ja, gute Frage…was geht ab? Relativ wenig würde ich sagen; zumindest aus läuferischer Sicht.

Der Squamish 50/50 hat mich ziemlich fertig gemacht. Nach dem langen Heimflug am Dienstag war das Knie quasi endgültig geschreddert, so dass ich mir eine etwas längere Pause gegönnt habe. Nach 1 1/2 Wochen fühlte sich dann alles wieder relativ gut an, aber der erste Testlauf endete dann schon nach 2 Kilometern. Leider keine vertikalen Kilometer, sondern flach. Das erste Mal musste ich einen Lauf abbrechen.
Schnell war klar, das dauert noch ein bisschen mit dem Knie.
Ich gehe davon aus, dass die Schonhaltung ab Kilometer 30 beim 50 Meiler in Squamish zwar die Krämpfe weitestgehend vermieden hat, ich mir stattdessen aber irgendwas am Knie entzündet habe. Mit einer Pause wäre das sicher wieder schnell weg gewesen, aber die 50 Kilometer einen Tag später haben jetzt nicht gerade zur schnellen Genesung beigetragen.
Ich gehe sehr stark von einer Entzündung aus, denn wenn ich drücke, schiebe, presse, klopfe tut nichts weh. Nur wenn ich laufe oder Fahrrad fahre, dann tut es ab einem bestimmten Beugewinkel linke außen am Knie weh. Für das klassische ITBS sitzt der Schmerz zu weit unten.

Pause extended

Also wird die Pause verlängert und ich gönne mir seit Ewigkeiten mal wieder Quarkwickel. Tut verdammt gut und verbessert die Situation auch merklich. Zusätzlich probiere ich auch noch etwas Neues aus und lasst mir von Simone ein paar Nadeln in den Körper jagen.

Somit ist bewiesen, dass in meinen Waden keine Luft steckt. Die Akupunkturnadeln waren übrigens speziell gehärtet und wurden mit einem Bolzenschussgerät wenige Millimeter in den Unterschenkel getrieben. 😉
Spaß beiseite: Ich kann jedem nur empfehlen solch eine Behandlung mal auszuprobieren. Echt interessant welche Verspannungen im Körper wohnen und wie es sich anfühlt, wenn sie sich plötzlich lösen.

Natürlich habe ich mir keine Wunderheilung erwartet und die Pause noch etwas ausgedehnt, so dass am Ende ganze drei Wochen (den kurzen Testlauf ausgenommen) zusammengekommen sind. Ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal solch eine lange Pause gemacht habe.

Auf ein Neues

Heute dann der Test. Voller Vorfreude ziehe ich meine Schuhe an und starte auf eine gemütlich Runde. Es läuft – schmerzfrei! Ein bisschen schlapp fühlt sich der Körper schon noch an, aber das macht nix. Hauptsache die Schmerzen sind weg.
Ganze drei Kilometer hält dieses tolle Gefühl, bevor mich das Stechen an gleicher Stelle wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Zunächst moderat, wird es nach einem weiteren Kilometer immer schlimmer und somit steht nun der zweite abgebrochene Lauf in meinem Trainingslog. Interessanterweise kam heute mit dem Schmerz am Knie auch noch ein Stechen im linken, äußeren Knöchel dazu. Komisch!

Hier mal ein Bild das die schmerzende Stelle zeigt:

Wie gesagt, für ITBS ist es eigentlich etwas zu weit unten und normalerweise bekomme ich ITBS mit Dehnen, temporär während dem Laufen, wieder in den Griff.
Gehen geht beschwerdefrei, nur beim Laufen zieht es. Bergab laufen ging danach auch noch relativ gut, da man da das Knie nicht so stark anwinkeln muss.

Natürlich bin ich jetzt gefrustet. Drei Wochen dachte ich reichen aus, um das alles wieder in den Griff zu bekommen, aber anscheinend braucht es wohl doch noch mehr Geduld.
Zumindest ist der Schmerz beim Treppenlaufen nach diesem Lauf nicht mehr so schlimm wie beim letzten Mal. Also irgendwo gibt es schon eine Besserung.
Trotzdem werde ich wohl über eine längere Pause nicht hinwegkommen und somit bleibt mein Stravajournal wohl noch ein bisschen länger so trostlos.

Für Tipps und Ferndiagnosen bin ich natürlich immer zu haben. 😉

Aber…

…die Pause kommt ja eigentlich zu einem relativ günstigen Zeitpunkt, denn nächste Woche bin ich für vier Monate mal wieder weg vom Trail, weg von den Bergen und das Laufband und eine wahrscheinlich monotone Laufrunde bestimmen den Laufalltag. Da fällt es zumindest etwas leichter die Füße still zu halten, als wenn man jeden Tag auf die goldgelben und bunt leuchtenden Bergwälder blickt. So kann ich diesen „doofen“ vier Monaten zumindest etwas Positives abgewinnen.
In dieser Zeit werden hier hoffentlich auch mal wieder ein paar Buchrezensionen veröffentlicht und es wird garantiert auch mal wieder ein paar „Off Trail“ Beiträge geben.
Und wenn dann das Knie wieder fit ist, dann werde ich mal ein bisschen an der Grundgeschwindigkeit arbeiten. Die 5k unter 20 und die 10k unter 40 Minuten wären schon was. Schaun mer mal!

Trail-Raid

An dieser Stelle schon mal eine Ankündigung.
Auch im nächsten Jahr veranstalten Philipp, David und ich wieder einen Trail-Raid. Dieses Mal geht es vom 11. bis 13. Mai nach Maria Alm in Österreich. Im Prinzip läuft alles so wie dieses Jahr in Bad Reichenhall, nur das wir die Trails bei den Nachbarn unter die Sohlen nehmen. An den Details arbeiten wir noch, aber ihr könnt euch jetzt schon anmelden und euch unter trail-raid.com euren Startplatz sichern.

Wir sehen uns nächstes Jahr, spätestens beim Trail-Raid und auf jeden Fall mit funktionierendem Knie! 😉

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