13.08.08 – 12. Tag

Herzogstandhaus – Tutzinger Hütte

Das Wetter heute ist nicht besonders. Nebel und leichter Nieselregen verdecken die Sicht auf die Bergwelt. Der Abstieg zum Kesselberg und der Aufstieg zur Tutzinger Hütte verlaufen relativ unspektakulär. Einen Abstecher zum Gipfel des Rabenkopf oder gar die Besteigung der Benediktenwand wären möglich gewesen, aber aufgrund der schlechten Sicht, hätte sich der Aufstieg nicht wirklich gelohnt.

Die Tutzinger Hütte liegt direkt am Fuße der Benediktenwand. Untergebracht war ich im Matratzenlager das mit 20 Personen ausgebucht war. Auch die übrigen Zimmer waren wohl ziemlich ausgebucht, denn die Gaststube sehr gut gefüllt. Die Hütte ist nicht nur Etappenziel auf dem Maximiliansweg, sondern liegt auch auf dem Weg von München nach Venedig. So lernte ich vier Wanderer kennen die vor 3 Tagen in München gestartet waren. Sie laufen nicht den kompletten Weg in 28 Tagen sondern teilen sich die Strecke auf mehrere Jahre auf. Sie sind in München jeweils zu zweit gestartet und lernten sich im Verlauf der Wanderung kennen. Nicht jeder teilte sich wie sie die Strecke auf mehrere Jahre auf. Es gab auch Leute die diese Strecke am Stück laufen wollen.

Der Hüttenwirt der Tutzinger Hütte wurde durch einen nepalesischen Sherpa, der so eine Art Praktikum macht, unterstützt. Dieser Sherpa war der Führer von zwei weiteren Gästen, bei ihrer Wanderung in der Annapurna-Region. Eine Gegend die ich mir ja auch noch anschauen möchte.

Gegen 22:00 Uhr holte der Hüttenwirt seine Zither raus und spielte für die letzten Gäste ein paar Musikstücke. Danach trank ich mit den vier Wanderern noch einen Schnaps und dann gings ab ins Bett. Zum Glück hatte ich mir die Matratze direkt an der Tür reserviert. So konnte ich mich ohne große Umwege und ohne über 10 Rucksäcke zu fallen in meinen Schlafsack legen. Die Radler die ich den Tag über getrunken hatte und der Schnaps zum Schluss, sorgten dafür, dass ich sofort einschlief.

Ein lustiger und schöner Abend ging zu Ende. So stelle ich mir einen Abend auf einer Hütte in den Bergen vor.

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