Trailrun auf das Sonntagshorn

Von Bad Reichenhall, aber auch von der Autobahn aus gesehen, sticht der pyramidenförmige Gipfel des Sonntagshorn gleich ins Auge. Mit 1961m ist es der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Der Name hat nichts mit dem Wochentag zu tun, sondern kommt von dem Wort Sonnendach. Es führen mehrere Wege auf diesen herrlichen Aussichtsgipfel, der auch im Winter als Skitourengipfel sehr beliebt ist. Mit Martin war ich heute wieder trailrunning-mäßig unterwegs und dafür bietet sich der Aufstieg durch das, bei Unken in Österreich gelegene, Heutal an.
Das Auto parken auf etwas 950m auf dem Parkplatz 1 im Heutal. Von hier beginnt der Aufstieg zum Gipfel, der zunächst über eine Forststraße zur Hochalm führt.

Dieser Weg ist nicht sonderlich spektakulär, lediglich bei dieser Hitze, aufgrund fehlenden Schattens, sehr schweißtreibend. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke kommt man auf das Almgebiet, wo auch die Jausenstation der Hochalm liegt.

An eine Pause denken wir aber nicht, wir wollen schließlich zum Gipfel und ab hier, wird der Trail dann auch endlich zum Trail. Über Steine, Felsbrocken und Wurzeln geht es stetig nach oben.

Der Weg zieht sich in endlosen Serpentinen nach oben. Ein Blick nach hinten lohnt sich, sobald man aus dem Wald kommt und sich den Weg durch die Latschenfelder bahnt.

Die Serpentinen scheinen kein Ende zu nehmen und irgendwie rückt der Gipfel auch nicht näher. Zum Glück sieht man ihn nicht durch die hohen Latschen, so hat man wenigstens noch die Hoffnung, dass er nach der nächsten Kehre auftaucht.
Dann ist es geschafft und nach etwas mehr als einer Stunde stehen wir auf dem Gipfel des Sonntagshorn und genießen eine fantastische Aussicht.


Chiemsee, Salzburg, Bad Reichenhall, Watzmann, Hochkalter, Hoher Göll, Hohe Tauern, Wilder Kaiser, Kitzbühler Horn und und und. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht liegen die Berge vor uns.
Nach einer kurzen Pause geht es wieder an den Abstieg. Der Downhill bis zur Hochalm macht Spaß, aber dafür dämpft die zweite Hälfte auf der Forststraße das Vergnügen ein bisschen. Denkt man aber zurück an die Aussicht, lässt sich das bisschen Forststraße leicht verkraften.
Eine kurze Tour mit überragendem Panorama geht nach knapp zwei Stunden zu Ende. Hier war ich sicherlich nicht zum letzten Mal, denn der Sonnenuntergang von hier oben sieht bestimmt überragend aus.

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