Postalmklamm Klettersteig (Salzkammergut)

In der Nähe des Wolfgangsees im Salzburger Land liegt die Postalm mit der dazugehörigen Postalmklamm. Durch diese Klamm wurde ein Klettersteig angelegt, den Holger und ich uns für heute vorgenommen haben.
Mit dem Auto geht es zunächst Richtung Wolfgangsee und dann Richtung Strobl. Ab hier ist die Postalm bereits ausgeschildert. An der Einfahrt des Gebietes steht ein Mauthäuschen an dem man die Maut für die Weiterfahrt bezahlen muss. Mit 5 Euro pro Person ist das nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass wir bereits nach kurzer Zeit, in der zweiten Kehre der Straße unser Auto auf dem Parkplatz abstellen. 10 Minuten dauert der Zustieg vom Parkplatz bis zum Einstieg des Klettersteigs. Es geht hinab auf einem, bei Nässe sehr rutschigen, ausgetretenen Waldpfad. Da es keinen separaten Anseilplatz gibt, empfiehlt es sich, dass Gurtzeug bereits am Parkplatz anzulegen, da auf dem schmalen Waldweg immer wieder Leute zum Einstieg wollen und man nicht wirklich viel Platz hat.
Nach dem ersten einfachen Stück durch den Wald folgt auch schon die erste von insgesamt fünf Brücken die über den Fluss führen. Da der Steig durch eine Klamm führt, ist der Weg nie ganz trocken und stellenweise sehr rutschig. Auch das Licht ist für Fotos nicht gerade optimal.

Immer wieder geht es am nassen Fels der Klamm Auf und Ab. An vielen Stellen ist der Weg mit Eisenstiften entschärft, da ein Antreten auf dem glatten und feuchten Fels nicht möglich wäre.
Der Steig ist sehr gut besucht und immer wieder werden wir zu kleinen Pausen gezwungen, da es vor uns zu Wartezeiten kommt.


Die Seilführung im Klettersteig ist nicht die Beste. Oft verläuft das Stahlseil sehr hoch, was es gerade kleinen Leuten sehr schwer machen dürfte, das Klettersteigset an manchen Stellen umzuhängen. Auch ist das Seil manchmal so straff gespannt, dass man aufgrund der Felsstruktur das Set umhängen muss.
Nach der vierten Brücke verlässt man allmählich die Klamm und kommt nun in etwas felsigeres Gelände. Hier wartet nun die erste C/D-Stelle auf uns. Danach geht es auf einem schmalen Weg durch den Wald nach oben. Am Ende des Aufstiegs durch den Wald wartet nun die letzte Herausforderung auf uns. Man hat nun die Möglichkeit entweder nach links weiter, gemütlich durch den Wald aufzusteigen, oder man wählt die Variante nach rechts und steigt über die Gamsleckenwand nach oben.

Ohne zu zögern begeben wir uns an den Wandfuß und machen uns an den Einstieg. Die erste Stelle ist gleich mit D bewertet gefolgt von einer C/D-Stelle und zwei weiteren D-Stellen. Dieser Teil hat es in sich und bringt uns ganz schön ins Schwitzen. Nach dem lockeren ersten Teil durch die Klamm, wird man nun hier noch einmal richtig gefordert. Die folgende B-Stelle nutzen wir für eine kleine Pause bevor es zum nächsten Aufschwung geht.

Es folgt noch eine weitere C-Stelle, bevor man nach dem letzten D-Aufschwung den Ausstieg erreicht hat.

Nun hat man die Wahl, entweder durch den Wald weiter aufzusteigen und am Ende über eine letzte Brücke zur Alm, oder man steigt durch den Wald ab und trifft irgendwann auf die Mautstraße und folgt dieser wieder nach unten auf den Parkplatz.
Da wir auf die letzte Brücke keinen Wert legen und etwas Zeit sparen wollen, steigen wir ab und erreichen nach ca. 30 Minuten den Parkplatz.

Der Steig ist interessant und bietet Abwechslung. Dennoch finde ich, dass das teilweise sehr glatte Gelände in der Klamm den Spaß etwas einschränkt. Der Weg über die Gamsleckenwand, die man nicht unterschätzen sollte, entschädigt allerdings für die glatten Wege des ersten Teils.

2 Gedanken zu „Postalmklamm Klettersteig (Salzkammergut)“

  1. Das hört sich nach einer eher schwierigeren Nummer an. Geht das denn wirklich gut, wenn das da im ersten Teil alles so feucht ist? Macht da nicht der Kopf Probleme, wenn man sich die ganze Zeit überlegen muss, ob einem da jetzt die Füße wegrutschen oder nicht?

  2. Der untere Teil in der Klamm ist nicht besonders schwierig. Maximal C-Stellen, die allerdings stellenweise rutschig sind. Man muss eben schauen wo man hin tritt und etwas vorsichtiger sein, als am trocknen Fels. Notfalls wird am Stahlseil etwas fester zugepackt, dann geht das schon. Eventuelle Kopfprobleme werden durch festeres zupacken eliminiert.

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