Kranzelstein kreuz und quer

Die einzige Bedingung für den heutigen Lauf war, dass es ein gutes Gelände ist um den Salomon Fellcross 1 zu testen. Ziemlich schnell war klar, dass sich der Kranzelstein optimal dafür eignet. Da dieser Berg und das ganze Drumherum von unten ziemlich eckig aussehen und sich niemand den Namen merken kann, wird er vom Gripmaster einfach nur als „Kasten“ bezeichnet und wenn wir das noch lang genug durchziehen, wird dieser Name sicherlich bald in die offiziellen Karten aufgenommen.
Die Trails und die vielen weglosen Passagen durch tiefes Laub und Gras, sowie die wenigen schneebedeckten Stücke eigenen sich optimal für den Fellcross.

Wir starten am Thumsee und laufen hinüber Richtung Schießbahn und wollen von dort eigentlich hinten rum, auf den Kranzelstein. Es gibt dort einen schmalen Weg und viele ausgetretenen Pfade die hinauf führen…aber es gibt auch noch eine Alternative.
Ein mit viel Laub bedeckter Trail zweigt scharf nach links ab und führt sehr steil nach oben. Zugegeben, dieses „Wegerl“ oder ist es schon ein „Steigerl“ kann man nur mit etwas Fantasie erahnen, aber weiter oben erkennt man die Wegführung schon wesentlich besser, bis wenig später alles vorbei ist und wir mitten im Wald stehen.

Kein Weg mehr zu erkennen, aber eine Richtung ist ganz klar erkennbar; nämlich nach oben und da wir noch ein paar Meter hinauf müssen, liegt es wohl auf der Hand, dass wir uns jetzt nach oben durchschlagen.

Ich wollte ideale Testbedingungen für die Schuhe und jetzt habe ich sie.
Es geht durch den Wald steil nach oben. Laub, Gras, Schnee…ohne den nötigen Grip wäre man hier verloren und müsste den Rückweg antreten, aber wir fräßen uns weiter nach oben. Über diese Kante hinweg, durch diesen Tunnel durch, hinüber zum nächsten Anstieg.

Ich habe die Orientierung schon lange verloren und wäre spontan in die völlig falsche Richtung gelaufen. Der Gripmaster, der zwar diesen Anstieg noch nicht kennt, aber die Gegend ziemlich genau auf dem Schirm hat, lotst uns weiter…nach oben natürlich.

Dann sind wir auf dem höchsten Punkt der Tour angekommen, irgendwo mitten im Wald, auf einer Anhöhe und so langsam kann ich auch wieder einschätzen wo wir sein müssten. Jetzt geht es hinüber zum Gipfelkreuz des Kranzelstein.
Was im Sommer die Geröllabfahrten an steilen Berghängen sind, dass sind im Herbst die Laubabfahrten am steilen Waldhang. Ziemlich coole Sache und ein Sturz ist auch nicht so schmerzhaft.
Irgendwann treffen wir auch wieder auf den ausgetretenen Weg, der uns die letzten Meter zum Kranzelstein führt.

Jetzt beginnt der finale Downhill, über steile und rutschige Trails, mit Laub bedeckt und von Wurzeln durchsetzt.
Das ist eine ziemlich geniale Action, die die Runde, mit diesem wilden Aufstieg durch den Wald, perfekt abrundet.

Kasten kreuz und quer…wir wussten zwar nicht immer ganz genau wo wir sind, aber im Endeffekt muss man einfach nur nach oben.

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