Die Berge laufen nicht weg und sind 2016 auch noch da

Gestern war das Wetter nicht so besonders gut, die Beine fühlten sich noch etwas schlapp von einem längeren Lauf am Donnerstag an; also habe ich meinen Lauf auf den Hochstaufen (meinen Berg der Berge) auf heute verschoben.

Heute dann, perfektes Wetter, traumhaft, 12 Grad an der Padinger Alm. Ja, wir haben das 4. Adventswochenende und hier liegt kein Schnee. Die komplette Südeseite des Hochstaufens ist schneefrei, schaut aus wie im Sommer. Lediglich die Farben der Bäume und die tief stehende Sonne lassen vermuten, dass wir nicht Juli oder August haben.
Die Beine fühlen sich heute viel besser an als gestern und auch das Dehnen am Morgen tat richtig gut. Ich glaube heute fallen endlich die 60 Minuten. Das wäre ein genialer Abschluss der Saison 2015.

Da meine Uhr keine Verbindung zum Brustgurt herstellen kann (vielleicht ist die Batterie leer) lasse ich ihn im Auto und begebe mich an den Startpunkt.
Beine ausschütteln, durchatmen und dann geht es los.

Wer schnell laufen will muss schnell laufen und so versuche ich gleich zu Beginn die Sache etwas flotter anzugehen, aber irgendwie ist auf einmal alles anders.
Die Beine werden tonnenschwer, die Atmung wird schneller und ich spüre wie der Puls deutlich nach oben schnellt.
Irgendwie ist wohl nicht nur die Batterie im Brustgurt leer, sondern auch in mir.
Wenn ich heute mit allem gerechnet hätte, aber nicht damit.
An der großen Lichtung verlasse ich die Forststraße nach links und biege auf den Trail ein.
Von da an gehe ich vom Laufen ins schnelle Gehen über.
Mir wird klar, dass heute die 60 Minuten wohl doch nicht fallen werden und so beschließe ich, zumindest eine gute Zeit bis zum Bankerl hinzulegen.
Sollte es am Bankerl (ungefähr die Hälfte der Strecke) wider Erwarten doch gut aussehen, dann kann ich immer noch weiter machen.

Aber so weit komme ich heute nicht:
Nach knapp 13 Minuten entschließe ich mich zur Umkehr.
Ich finde keinen Rhythmus, habe keine Kraft, komme absolut nicht in Schwung.
Wäre es ein normaler Lauf, dann würde ich gemütlich weiter machen, aber heute wollte ich endlich die 60 Minuten knacken.

Es hat nicht sollen sein.
Solche Tage gibt es und sicherlich wird es auch einen Grund haben, warum es heute nicht geklappt hat.
Es wird wohl nicht schaden über die Feiertage noch einen Gang zurück zu schalten und die Beine einfach noch ein Stück höher zu legen.

Die Berge laufen nicht weg und der Hochstaufen wird auch 2016 noch hier stehen und auf mich warten.

Ich wünsche euch allen einen schönen 4. Advent

Hier geht es zum Hochstaufen-Quickie!

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5 Gedanken zu „Die Berge laufen nicht weg und sind 2016 auch noch da“

  1. Es gibt sie solche Tage. Und der Lauf vom Donnerstag war ja auch kein Spaziergang. Es läßt sich nicht alles planen.

    Neues Jahr, neues Glück!

    Irgendwann fällt der Rekord unverhofft 🙂

    LG Volker

  2. Hallo Steve,
    ich verfolge schon seit Monaten Deine Berichte mit Interesse und staune als Trail- und Ultra-Neuling, was man nicht alles laufen und erleben kann.

    Schade , dass der Unter-60 Minuten-Versuch nicht geklappt hat. Das klingt allerdings ,
    als wärest Du aus dem Auto gestiegen und losgebrettert. Ich hätte mich dafür erst einmal
    15 Minuten eingelaufen.
    Machst Du das auch ?

    Viele Grüsse aus Hannover
    Volker

    1. Servus Volker,

      ja, ich lockere mich vorher immer ein bisschen. Zwar nicht vergleichbar wie wenn ein 10k Läufer an den Start geht, aber ganz abrupt starte ich auch nicht…
      …so wie immer, nur dass dieses Mal die Kraft fehlte.
      Aber, das wird schon! 😉

      Viele Grüße aus Bad Reichenhall

      Steve

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