Trailgurke

Sponsoring ist wichtig. Sponsoren unterstützen Sportler, Vereine und Events und oft ist es für Events nur durch etwaige Sponsorenverträge möglich, überhaupt über einen längeren Zeitraum zu existieren bzw. sich als „Profi“ voll auf den Sport zu konzentrieren.

Jetzt hat ein Sponsor nicht immer auch zwangsläufig etwas mit der Sportart zu tun. Im Fußball sieht man das sehr deutlich, denn irgendwelche Automarken oder Einkaufsläden verkörpern jetzt nicht unbedingt den Geist des Fußballs oder lassen sich auf den ersten Blick mit dieser Sportart in Verbindung bringen.
Bei den Fußballstadien ist das ähnlich. Da wird aus dem Waldstadion die Commerzbank-Arena oder berühmte Fußballpersönlichkeiten weichen für den Namen großer Aktiengesellschaften.

Im Trailrunning haben viele Elite-Sportler Verträge mit großen Marken wie Nike, Salomon, New Balance, La Sportiva, etc.
Events tragen auch meist den Namen eines großen Sponsors im Titel und haben im Hintergrund noch viele lokale Sponsoren aus der Region.
So hat man als Veranstalter einen großen Haupt-/Titelsponsor und gibt im Rahmen der Kooperation mit den lokalen Unternehmen auch der Region etwas zurück, indem man diese Unternehmen etwas ins Rampenlicht rückt. Und oft holt man sich auch noch kleinere Sponsoren ins Boot, die das Event zusätzlich unterstützen: Mietwagen-Agenturen für die offiziellen Racecars oder die Sportnahrungsindustrie für die Ausgestaltung der Verpflegungsstationen.

Der bekannte Veranstalter PLAN B hat sich nun einen ganz besonderen Sponsor an Land gezogen: Hengstenberg

Hengstenberg ist kein Hersteller von GPS-Uhren oder Trailrunning-Stöcken, Hengstenberg ist auch nicht der nächste heiße Kandidat zur Ablösung von PowerBar. Nein! Oder doch?
Hengstenberg ist unter anderem bekannt für seine Essiggurken und ist in Deutschland Sauerkraut-Markführer!

Trailgurke

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe grundsätzlich an den Events von PLAN B nichts auszusetzen und ich mag Essiggurken, Sauerkraut und Co. Ich verstehe auch, dass Sponsoren wichtig sind und ohne Sponsoren viele Events schon längst wieder in der Versenkung verschwunden wären…
…aber Essiggurken? Geht es nur mir so, dass Essiggurken und Trailrunning irgendwie noch viel weiter voneinander entfernt sind als Gazprom und Fußball?

Zum Glück gibt es eine Studie, die schon 2010 nachgewiesen hat, dass der Konsum von 1ml Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht die Krampfdauer verkürzen kann…und zack, da haben wir die Verbindung zum Trailrunning.
Das es aber nicht unbedingt am Gurkenwasser an sich liegt, sondern nur an dem saueren Geschmack der quasi die Nerven ablenkt, dass kommt leider nicht zur Sprache.
Das lustige ist auch, dass die Krampfdauer „nur“ verkürzt wird, was mir als Läufer aber nicht viel bringt, denn ich will ja garnicht erst Krämpfe bekommen. Und mit dem Gedanken, während dem Lauf mal schnell ein bisschen Gurkenwasser zu trinken, kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.

Wenn es also beim ZUT, wie auch schon beim Womens Trail, wieder 10kg große Gurkenfässer zu gewinnen gibt, dann hat Mann/Frau für die nächsten Jahre ausgedient und genügend Gurkenwasser für die nächsten Events.
Vielleicht weicht die Pasta-Party aber auch einer Sauerkraut- und Gurken-Party…lasst euch überraschen.

Ich ess mir jetzt erst mal ne Gurke! 😉
Guten Freunden gibt man ein Gürkchen…oder zwei…oder drei!

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