Verschmelze mit dem Trail

Der Trail und du bilden eine Einheit.

„Mama, Mama, darf ich barfuß laufen?“
„Nein, dazu ist es noch zu kalt.“

Oft habe ich diesen Satz zu hören bekommen. Das Barfußlaufen beschränkte sich meist auf die Monate ohne „R“ im Namen – Aber ich bin barfuß gelaufen.
Warum macht man das heute nicht mehr so oft? Rein theoretisch könnte ich jeden Tag, bei Wind und Wetter barfuß laufen. Wie unsere Vorfahren oder diverse Völker in fernen Ländern.
Man liest im Internet immer mehr über das Barfußlaufen und Bücher beschäftigen sich mittlerweile auch zuhauf mit dieser Thematik. Es gibt auch schon seit einiger Zeit Barfußschuhe, die einem das Gefühl vermitteln barfuß zu laufen und gleichzeitig den Fuß vor widrigen, äußeren Einwirkungen schützen.

Grund genug, die Sache einfach mal auszuprobieren.
Es ist zwar kalt, der Boden ist feucht und in Januar kommt eindeutig ein „R“ vor, aber egal.
Ich will es zu Beginn nicht übertreiben und suche mir deshalb, absolut trailuntypisch, das Stadion aus. Am Außenrand lässt es sich im Gras schön gemütlich laufen und die „zarte“ Fußsohle wird nicht so arg strapaziert…
…und es macht Spaß. Ein neues Laufgefühl stellt sich ein. Es kommt mir lockerer vor. Man kommt völlig anders, schonender, dynamischer, wie auch immer, mit dem Fuß auf.
Feuchte Maulwurfshügel sind extrem weich und nasses Gras kann mit der Zeit sehr kalt werden, aber der Fuß ist ja ständig in Bewegung und so wird mir schon kein Zeh abfrieren. Nach dem Laufen werden die Füße sehr schnell wieder warm und so werde ich wohl auch keine Erkältung von meinem abendlichen Barfuß-Ausflug davontragen.

Fazit:
Es macht Spaß und der Fuß scheint die neue Freiheit auch zu genießen. Man spürt Muskeln die man vorher nicht gespürt hat und fühlt sich ein bisschen in die Kindheit zurück versetzt.
Für den Anfang werde ich mich wohl auf die Runden im Stadion beschränken und im Laufe der Zeit probieren was alles möglich ist.
Für die steinigen, rauen Trails werde ich um einen entsprechenden Schutz, in Form der Barfußschuhe, wohl nicht herum kommen.

Sollte also jemand einen Tipp bzw. Erfahrung mit solchen Schuhen haben, bin ich für jeden Kommentar dankbar.

Back to the roots.

12 Gedanken zu „Verschmelze mit dem Trail“

    1. Servus Christian,
      danke für den Link. Wer die Wahl hat, hat die Qual. 🙂
      Wie fallen die Schuhe in der Größe aus. Wie die „normalen“ Laufschuhe oder sollte man sie lieber eine Nummer größer/kleiner nehmen?
      Gruß
      Steve

      1. Das kommt ganz drauf an, die Merrells fallen ungefähr gleich aus wie Salomon und Co, ebenfalls der inov-8 f-lite 195, die Speedster (m.E. langfristig auf Trails und im Gelände nicht glücklich machend) haben eine eigene Größentabelle und bei den FiveFingers ist es bei jedem Modell anders, allerdings trage ich die lieber etwas knapper, da dann weniger Bewegung im „Schuh“ und weniger Reibung 😎
        Je nach Nässe bzw. Schnee bin ich momentan mit den Trail Gloves oder dem Embark Glove auf den längeren Distanzen unterwegs, die FiveFingers nutze ich bis 12 bzw. 15 km, da die Nässe und Kälte sonst auf Dauer unangenehm werden kann.
        Aber mach langsam, sonst sind Deine Füße und Waden beleidigt und machen Dir Probleme und Schmerzen, ich bin anfangs nur 10-15 Minuten gelaufen und habe die Distanzen dann ausgebaut, in den FiveFingers gelang mir ein angenehmer Trainingsmarathon und ein herrlicher Landschaftslauf mit 57 Kilometer, aber wie gesagt: gemach 😉

        Salut
        Christian

        1. Danke dir.
          Ich werde es sicherlich ruhig angehen lassen und erstmal nur zum kurzen Ausgleich barfuß unterwegs sein. Der Körper wird sich schon melden wenn es ihm zuviel werden sollte oder er bereit ist für neue Herausforderungen.

  1. Erstmal herzlich willkommen in den Reihen der Barfußläufer!
    Als Tip zum Einsteigen: Nicht übertreiben! Die ersten Wochen reichen schon wenige hundert Meter! Der Fuß muss sich ganz langsam erst daran gewöhnen und die entsprechende Fußmuskulatur aufbauen.
    Für die kalte Jahreszeit, bzw. zum Schutz der Füße hab ich gute Erfahrungen mit den Merrell TrailGloves. (gut geeignet für Einsteiger)
    Mein neuer Liebling ist aber von vivobareefoot, die auch Alltagstaugliche Barfußschuhe im Angebot haben! (Von denen gibt es auch ein sehr emfehlenswertes Video!)
    Die Vibram Five Fingers sind natürlich ein Klassiker, hab ich aber selber keine Erfahrung mit.
    Für sommerliche Trailläufe kann man sich ja noch flott eigene Huaraches (die Tarahumara Sandalen) basteln! Oder man bestellt gleich bei Barefoot Ted ein paar seiner Luna Sandals!

    Viele Grüße aus dem Rheinland,

    Basti

  2. Hi Steve
    Barfuss bin ich auch eine Zeit lang auf dem Damm gelaufen.
    Was ich Dir empfehlen kann, schau Dir die Fussreflexzonen an.
    Folgendes Beispiel.
    Beim Laufen bekam ich ein Druckschmerz am linken großen Fußballen. Der linke grosse Fußballen steht für die linke Herzhälfte. Ich hatte die linke Herzhälfte beim Laufen nicht mehr beachtet. In diesem Augenblick, wo ich wieder an sie dachte, war der Druckschmerz weg.

    Wenn Du Fragen hast, schreibe oder ruf an.

    Herzliche Grüsse

    Gerhard

  3. Hi Uli!

    Schau Dir auch mal die Leguanos an. (www.Leguano.eu). Ich hab die auf der Laufmesse angehabt und fand die ganz gut. Sehr freies Gefühl, da der Oberfuß nicht eingeschnürt wird etc. Auch sollen Sie bei den derzeitigen Temperaturen durch den Wollanteil recht warm halten.

    Ich habe noch keinen umfassenden Praxistest machen könnnen, hab mir die Schuhe jetzt bestellt. Ich berichte dann mal bei ODS wenn ich erste Erfahrungen damit hab…

    Viele Grüße
    Pico

  4. Die Five Fingers sind sensationell. Man spürt die Natur, ist aber gleichzeitig vor Spitzen wie scharfkantigen Steinen geschützt, also der ideale Begleiter für ein unblutiges naturnahes Erlebnis.

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