Trailrun zur Moosenalm

Der Regen hat eine kurze Pause eingelegt und diese Pause muss natürlich genutzt werden. Mit Martin geht es heute Richtung Moosenalm im Lattengebirge.
Wie schon bei meinem Run vor zwei Wochen ist der Start am Parkplatz der Hochschwarzeckbahn.
Zunächst geht es wie damals auf dem Weg um den Schmuckenstein zur Mordaualm. Hier zeigt sich schon bei der ersten Steigung, dass Martin bergauf um einiges schneller ist als ich, was dazu führt, dass meine Motivation steigt, denn schließlich will ich ihn nicht zu weit davonlaufen lassen.

An der Mordaualm geht es dann nach einer kurzen Pause weiter. Der Weg führt gegenüber, über eine Almwiese immer schön bergauf und verschwindet dann im Wald. Von der Mordaualm bis zur Moosenalm ist es nur ein Höhenunterschied von 300 Hm, aber die haben es in sich.

Wie schon auf dem Teilstück zur Mordaualm zieht sich der Trail weiter sehr schmal durch den Wald. Der einzige Unterschied liegt in der Steigung, die deutlich größer ist. Wenn man denkt, jetzt könnte mal ein etwas flacheres Stück kommen, tauchen plötzlich Stufen auf, die einen noch mal ganz schön ins Schwitzen bringen.

Irgendwann war ich dann am Ende meiner Kräfte und bin vom Laufen ins schnelle Gehen übergegangen. Erleichterung machte sich breit, als ich sah, dass auch Martin mittlerweile etwas Tempo rausnehmen musste.
Zwischen Karspitz und Jochköpfl verlassen wir den Wald und folgen dem Weg bergab, durch Almwiesen, zur Lattenbergalm.

Inzwischen hat auch die Sonne die Überhand gewonnen und zumindest für kurze Zeit die Wolken verdrängen können.
Von der Lattenbergalm geht es weiter, hinunter zur Moosenalm. Nach wenigen Minuten erreichen wir das Ziel des heutigen Trailruns.

Bis auf zwei Wanderer ist uns bis jetzt niemand begegnet. Das hängt sicherlich mit dem instabilen Wetter zusammen, aber auch mit der Abgeschiedenheit hier oben. Umringt von Almwiesen und kleinen Hütten gönnen wir uns eine kurze Pause bevor es wieder auf den Rückweg geht.
Endlich, der Downhill, aber davor gilt es noch eine letzte Steigung zu überwinden, die mir mal wieder die letzten Kräfte raubt. Aber die Vorfreude auf den bevorstehenden Downhill ist größer und so schaffe ich die letzte Steigung, wenn auch etwas außer Atem.

Dann geht es endlich hinunter. Der steile Aufstieg hat schon verraten, dass die Sache sehr interessant werden wird und der feuchte Boden macht das Ganze noch etwas anspruchsvoller. Also Bremse lösen und ab geht’s.
Geniale Sache. Der Aufstieg ist vergessen. Von jetzt an geht es nur noch bergab. Über Stock, Stein, Wurzeln und Stufen; da lacht das Herz. Es ist ein geniales Gefühl wenn die Schuhe auf dem feuchten Boden ins Rutschen kommen und irgendwann wieder Grip finden und man sich voller Elan abstoßen kann. Zwischendurch ein kurzer Blick auf die Uhr: 54 Hm Abstieg pro Minute; genialer Downhill.

An der Mordaualm angekommen, geht es über den normalen Rundweg, wie vor zwei Wochen, wieder Richtung Parkplatz.
Ein genialer Trailrun, der ab der Mordaualm mit einer knackigen Steigung auf einen wartet und man dafür aber auch mit einem super Downhill belohnt wird. Bei etwas unbeständigem Wetter, oder am frühen Morgen, hat man den kompletten Trail für sich alleine.

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