Auf zum Högl

Aus meinen Wohnzimmer-Fenstern habe ich eine gigantische Aussicht auf die verschiedensten Berge. Der Untersberg und der Hochstaufen rufen, müssen aber noch warten bis der Schnee weg ist. Die Schlafende Hexe im Lattengebirge lockt mich auch schon, aber auch hier dauert es noch ein wenig bis die erste ausgedehnte Tour dort oben ansteht…und den Högl sehe ich auch.

Schon in den ersten Stunden in der neuen Wohnung war mir klar, dass ich diese Berge irgendwann erlaufen werde und zwar von zu Hause aus, denn es gibt nicht Schöneres, wenn du morgens frühstückst, aus dem Fenster schaust, dir einen Berg aussuchen kannst und zehn Minuten später von der Haustür aus einfach losläufst.

Teile des Högls kenne ich schon, aber die Trails und Variationen dort sind unendlich. Straßen, Pfade, Trails, Wege oder weglos…hier geht einfach alles.
Nach gemütlichen sechs Kilometern beginnt auch schon der Anstieg und ich bahne mir meinen Weg, ohne eigentlich so wirklich zu wissen wo es lang geht. Ich kenne die grobe Richtung und weiß, dass ich ganz hoch muss; das sollte reichen.
Weglos, steil, dann wieder etwas flacher bevor eine steile Forststraße beginnt, die mich irgendwann am Johannishögl ausspuckt. Vorbei an der bekannten Kirche geht es weiter Richtung Stroblalm. Die Alm liegt genau auf der Seite des Högls die ich vom Wohnzimmer aus sehe und plötzlich stehe ich nach knapp einer Stunde hier oben und blicke in den Talkessel und auf die umliegenden Bergketten.

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Dort hinten wohne ich und dort ist auch die warme Badewanne die auf mich wartet, aber noch liegt ein langer Downhill auf unbekannten Wegen zwischen mir und der Wanne.
Kurzzeitig wird es sogar nochmal spannend, als ich mich an einer Abkürzung versuche die mich durch zwei Senken und über zwei Bachläufe führt, aber am Ende spuckt mich der Högl wieder am Ortsrand von Piding aus und es geht gemütlich durch die Pidinger- und Marzoller Au nach Hause.

Ein toller Lauf und es hat sich bewahrheitet, dass das Gefühl einfach genial ist, wenn man später wieder auf der Couch liegt und sieht wo man noch vor ein paar Stunden unterwegs war.

Ich liebe mein Laufrevier!

Hier geht es zum Högl-X-Over-Move!

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Übrigens sehe ich auch den Gaisberg aus meinem Fenster…

10 Gedanken zu „Auf zum Högl“

  1. Eine nette Runde hast du da gedreht, bist dem „weißen Zeug“ schön aus dem Weg gegangen ;). An dieser Tour finde ich es echt genial, die einzelnen Berge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

    1. Wir wohnen etwas weiter draußen, aber die Postleitzahl ist noch die gleiche 😉
      Heute war es ein Lauf nach dem Mittagessen, aber 10 Minuten nach dem Frühstück sind machbar; mit Zähne putzen 😉

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