Homerun

Keine Angst, das hier wird kein Baseball-Blog, aber Homerun passt eben perfekt wenn man nach der Arbeit nach Hause läuft und „Heimlauf“ oder „Lauf nach Hause“ klingt uncool…Homerun ist viel cooler.

Im Prinzip gibt es für den Heimweg von der Arbeit zwei Möglichkeiten: Links rum oder rechts rum.
Links rum geht es über den Hochstaufen; bei der momentanen Schneelage noch nicht sonderlich empfehlenswert.
Rechts rum geht es über Bayerisch Gmain und die Ausläufer des Naturparks Untersberg; im Moment wesentlich besser laufbar.

Man könnte natürlich versuchen relativ flach und schnell nach Hause zu kommen, was mit knapp 7 Kilometern und 20 Höhenmetern auch ohne Probleme machbar wäre, aber ich mag es dann doch etwas hügeliger und länger.

Heute steht Version 1.3 auf dem Programm.
1 für rechts rum und 3 für die dritte Variante.
Kurzum: Bad Reichenhall – Dötzenkopf – Hallthurm – Wolfschwang – Tannenwinkel – Marzoll.

Bei solch einem Heimweg freut man sich schon auf dem Weg zur Arbeit auf den Feierabend.
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Das Wetter passt heute. Etwas frisch in den Höhenlagen, aber trocken und sonnig. Der Frühling kommt langsam, auch wenn die Gipfel noch alle schneebedeckt sind.
Über den Festplatz in Bad Reichenhall geht es zunächst auf den Dötzenkopf.
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Ab ca. 800m liegt hier in den Schattenlagen noch einiges an Schnee, aber mit Blick ins Tal wird klar, dass das nicht mehr lange so ist.
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Hier oben herrscht eine ziemlich geniale Stimmung und dank der fortgeschrittenen Stunde ist auch nicht wirklich etwas los.
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Langsam verschwindet die Sonne hinter den ersten Berggipfeln,
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aber ist noch hell genug, dass man keine Stirnlampe braucht.
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Im Downhill geht es hinunter nach Bayerisch Gmain und von dort über den Maximiliansweg hinauf nach Hallthurm.
Kurz über die Bundesstraße und auf der anderen Seite wieder leicht bergab, hinein in den Naturpark Untersberg und weiter zur Wolfschwang Alm.
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Ein toller Blick auf das abendliche Bad Reichenhall und meinen alten Hausberg.
Über den geht es dann bald nach Hause, wenn der Schnee weg ist.
Dann wird aus Homerun Version 1.X, Homerun Version 2.X.
Die Hexe schläft schon,
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und ich mache mich weiter auf den Weg nach Hause, über den Tannenwinkel.

Am letzten Fotostopp kann man Marzoll schon grob erahnen.
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Noch einmal die Stimmung aufsaugen und dann geht es auf den letzten Abschnitt.

In einem einfach Downhill passiert es dann.
Ich komme doof auf und knicke mit dem linken Fuß um. So etwas ist mir schon öfter passiert, aber noch nie war es so heftig wie heute. Schmerzerfüllt und stöhnend halte ich erst mal an und versuche den Fuß gleich wieder langsam zu belasten. Es geht, aber nicht ohne Schmerzen. Geschwollen ist nichts, kein Bluterguss, nur Schmerzen im Knöchel.
Mit viel Stöhnen und etwas unrund kann ich auf dem Vorfuß weiterlaufen. Wenn mich ein Jäger sieht oder hört, er würde mir den Gnadenschuss verpassen. Ein Hirsch könnte mich für eine brunftige Hirschkuh halten…ich weiß nicht, was ich lieber hätte.

Es könnte sicherlich schlimmer sein, es hätte schlimmer enden können, aber es war auch schon besser.
Etwas langsamer als geplant bringe ich die letzten vier Kilometer hinter mich.

Zu Hause dann erst mal kühlen, heiß baden, eincremen, kühlen.
Das wird schon wieder.
Auch wenn mir eine Pause im Moment äußerst schwer fällt, wird es wohl das Beste sein.

So endet ein awesome Homerun, nicht gerade so awesome wie ich es gerne hätte.
Aber schön war es trotzdem.

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Das berühmte Zitat von Hans Kammerlander lässt sich heute wunderbar, leicht abgewandelt, anwenden:
„Der Trail gehört dir erst, wenn du wieder unten bist. Vorher gehörst du dem Trail!“

Hier geht es zum Homerun V 1.3

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