Merrell Allout Terra Ice

Von Merrell gibt es mit dem Allout Terra Ice einen Schuh für die eisigen Wintertage, so dass man auch bei Schnee und Eis sicher auf sein Laufpensum kommt.
Nachdem ich den Schuh im letzten Winter leider nicht nutzen konnte, kam er diesen Winter dafür umso mehr zum Einsatz.

Mit einer Fersenhöhe von 24mm und einer Vorfußhöhe von 18mm steht man im Allout Terra Ice tendenziell zwar etwas höher als im Spikecross 3 von Salomon, dafür steht der Fuß bei 6mm Sprengung allerdings etwas flacher im Schuh (Spikecross 11mm Sprengung).
Für optimalen Grip verbaut Merrell neben einer bewährten Vibram Sohle auch 9 Spikes.
Für eine hohe Wasserdichtigkeit bei gleichzeitig angenehmer Atmungsaktivität sorgt die M-Selcect Dry Membran. Das TrailProtect Pad soll dem Schuh die nötigen Dämpfungseigenschaften verleihen und den Fuß optimal schützen. Gleichzeitig gewährt die Konstruktion Stabilität auf schwierigen und technischen Trails. Die TPU Zehenschutzkappe soll für die nötige Protektion der Zehen sorgen. Dank der M-Select Fresh Behandlung verspricht Merrell ein akzeptables Geruchsaroma im Inneren des Schuhs, da die antibakterielle Behandlung die Keime abtöten soll.

Harte Probe für den Allout Terra Ice

Natürlich findet man hier im Winter perfekte Bedingungen für diesen Schuh. Oben Schnee, in der Mitte Eis und unten noch grüne Trails. So kann man den Schuh auf Herz und Nieren testen.
Auch wenn der Allout Terra Ice natürlich auf Schnee und Eis seine volle Stärke zur Geltung bringt, so lässt es sich nicht vermeiden, auch mal auf schneefreien Trails mit ihm zu laufen. Abgesehen von den unangenehmen Geräuschen die die Spikes auf den Steinen von sich geben, macht der Schuh aber eine gute Figur. Klar, die Sohle will sich überall festkrallen und das tut sie auch. Wenn man nicht gerade auf irgendwelche Felsbrocken oder Felsplatten läuft findet die Sohle immer irgendwo Grip und dank der Stabilen Bauweise kann man mit dem Schuh auch wunderbar in sehr steilem und schneefreien Gelände einen Downhill laufen. Der Grip lässt einen dabei nicht im Stich.

Auf Schnee und Eis spielt der Schuh natürlich seine stärken aus. Zu Beginn bedarf es etwas Übung bis man Vertrauen in das Material gefasst hat und weiß, wie der Schuh reagiert, aber sobald man sich gegenseitig gefunden hat, dann geht es ab!
Ich habe den Allout Terra Ice sowohl auf der Skiabafahrt am Untersberg als auch auf einigen Touren am Dötzenkopf getestet und wurde dabei nie enttäuscht.
Er ist etwas steifer und somit auch etwas schwerer als der Spikecross 3 von Salomon, aber dafür ist die Sprengung wesentlich angenehmer und vermittelt folglich ein besseres und direkteres Laufgefühl.
Die Membran sorgt für einen halbwegs trockenen Fuß und hält das Innere des Schuh entsprechend warm. Auch wenn ich kein Fan von wasserdichten oder wasserabweisenden Schuhen bin, beim Allout Terra Ice ist es mir nicht sonderlich negativ aufgefallen, da der Schuh an sich schon etwas steifer ist.

Ich mag den Allout Terra Ice. Er hat mich diesen Winter auf vielen, teils auch anspruchsvollen Touren, begleitet. Ich mag ihn definitiv nicht mehr missen. Ein solcher Schuh ist kein klassischer Schuh für die langen Kanten, aber die laufe ich im Winter sowieso nicht; zumindest nicht auf Schnee und Eis. Aber für ein paar Aufstiege am Dötzi reicht es allemal und dabei trägt sich der Schuh sehr angenehm und am Ende des Tages scheint auch die M-Selcet Fresh Behandlung ihre volle Wirkung zu entfalten, denn wenn man bedenkt, dass diese Schuhe eigentlich permanent nass sind, so kann man sie dennoch beruhigt ins Treppenhaus stellen, ohne das sich die Nachbarn beschweren.

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